Pop / Wave / Gothic Rock aus England : The Cure
The Cure gehören seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Live-Bands des Planeten. Die Band um den charismatischen Frontmann Robert Smith gilt als Wegbereiter des Gothic Rock, obwohl sie dieses Label stets abgelehnt haben. Aus gutem Grund: Von Post Punk über Wave bis hin zu Pop reicht die Bandbreite der genialen Briten.
The Cure, 1976 im südenglischen Crawley als Malice gegründet, erspielen sich kurze Zeit später unter dem Namen Easy Cure einen Plattenvertrag beim deutschen Label Hansa Records. Wenige Jahre danach geht das Label Pleite, Gitarrist Pearl Thompson verlässt die Band und übrig bleibt ein Trio, das sich in The Cure umbenennt.
Zunächst überzeugen The Cure mit reduziertem, knochentrockenem Post Punk. Von Anfang an dabei: Hooklines, für die andere Bands morden würden. Heute, 40 Jahre später, haben The Cure sich mehrere Male neu erfunden, ohne dabei ihren Kern zu verlieren: große Melodien, die eine tiefe Sehnsucht und Melancholie ausdrücken; mal im quietschfröhlichen, mal im düsteren, ambient-haften Gewand. Songwriter Robert Smith bezeichnet seine Musik seit eh und je einfach als „Cure Music, whatever that is“.
Heute haben The Cure die größten Hallen bespielt und die renommiertesten Festivals geheadlined. Nach einer langen Bandgeschichte und einer schier endlosen Liste von Musikern, die The Cure als einen ihrer wichtigsten Einflüsse nennen, hätten sich The Cure zurücklehnen können. Stattdessen meldete sich die Band 2024 mit „Songs Of A Lost World“ zurück, einem kraftvollen und mega-erfolgreichen Statement, dass sie nach wie vor relevant sind.