- Sendehinweis: Hier und heute | 1. Dezember 2025, 16.15 - 18.00 Uhr | WDR
Ein idealer Weihnachtsbaum stammt direkt vom Erzeuger, sagt Markus Phlippen. Mit dieser Meinung ist er nicht allein: Eine Umfrage zeigt, dass etwa jeder Vierte bis Fünfte in Deutschland seinen Weihnachtsbaum selbst auswählt. Damit dabei alles nach Plan verläuft, hat unser Gartenexperte einige Tipps und Infos für Sie zusammengestellt.
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Acht bis zehn Jahre brauchen Tannenbäume, bis sie etwa zwei Meter groß sind und in unser Zuhause ziehen können. Ein paar Dinge sollten Sie jedoch grundsätzlich bei allen Tannenbäumen beachten: Ganz wichtig ist es, die Rinde nicht abzuschälen – sonst kann der Baum weniger Wasser aufnehmen. Hilfreich ist es dagegen, den Baum frisch anzuschneiden und den Weihnachtsbaumständer regelmäßig mit frischem Wasser zu füllen. Frischhaltemittel ergeben hingegen keinen Sinn.
Tipps für den Weihnachtsbaumkauf
Hier und heute. 01.12.2025. 08:25 Min.. Verfügbar bis 01.12.2027. WDR.
Nordmanntanne
Die Nordmanntanne (Abies nordmanniana) macht rund 75 Prozent aller Weihnachtsbäume aus und ist in Deutschland nach wie vor die beliebteste Wahl.
Sie lässt sich gut schmücken, piekst kaum, nadelt weniger und bleibt lange frisch. Einmal geschlagen, ist sie lange haltbar und nadelt nicht. Bei kühlen Temperaturen lässt sie sich auch gut draußen auf dem Balkon oder auf der Terrasse lagern. Dafür kann man sie ruhig im Netz lassen und ab und zu mal mit der Gießkanne befeuchten.
Tipp: Der Preis pro Festmeter Nordmanntanne liegt 22 Euro. Bei einem Durchschnittsbaum von 2,20 m bis 2,30 m sind das rund 46 Euro.
Blaufichte
Eine Alternative, die farblich edler aussieht, ist die Blaufichte. Sie hat nicht nur eine andere Nadelfarbe, sondern auch stabilere Äste als die Nordmanntanne. Das ist für schweren Weihnachtsschmuck besser geeignet und sie verbreitet einen angenehmen Tannenduft.
Edeltanne
Bei der Edeltanne (Abies procera) ist der Name Programm. Sie ist auch unter dem Namen „Nobilis-Tanne” im Handel. In ihrer pazifischen Heimat wird sie über 80 Meter hoch.
In ihr vereinen sich alle Vorteile: samtweiche Nadeln und ein herrlicher edler blauer Schimmer. Sie wächst etwas schlanker als die Nordmanntanne und die Äste sind leicht asymmetrisch. Zudem verströmt sie einen wunderbaren Duft und ist sehr haltbar. Allerdings in der Aufzucht nicht ganz einfach – auch deshalb entsteht der höhere Preis.
Kiefer
Schon optisch fällt die Kiefer aus der Reihe. Es gibt die Schwarzkiefer (Pinus nigra), die etwas längere Nadeln hat oder die Waldkiefer (Pinus sylvestris). Eine Kiefer ist der extravagante Weihnachtsbaum und widerspricht der klassischen Form. Markus Phlippen empfiehlt, sie mit Schleifen und großen Kugeln zuschmücken, weil das besser zu den langen Nadeln passt. Auch naturbelassener Schmuck, etwa Strohsterne, passen gut zur Kiefer. Weitere Pluspunkte der Kiefer sind eine gute Haltbarkeit der Nadeln und der wunderbare Duft.
Fazit: Jeder muss für sich entscheiden, was er will. Und dann entweder früh kaufen und die richtige Baumsorte wählen oder kurz vorher lieber den Baum kaufen beziehungsweise selber schlagen. Und für alle Baumsorten gilt: Die Preise sind moderat gestiegen
Nachhaltigkeits-Siegel sind ein guter Anhaltspunkt beim Tannenkauf.
Und wer nachhaltig kaufen möchte, dem empfiehlt Markus Phlippen, auf das Siegel der anerkannt ökologisch wirtschaftenden Landwirtschaftsbetriebe zu achten. Hierzu zählen Naturland, Bioland, Demeter oder Biokreis und das Bio-Siegel der Europäischen Union. Bäume mit diesen Zertifikaten sind ohne den Einsatz von Pestiziden und Mineraldünger herangewachsen. Die gleichen Bedingungen erfüllen auch die Bäume aus FSC-zertifizierten Forstbetrieben.