- Sendehinweis: Hier und heute | 4. September 2025, 16.15 - 18.00 Uhr | WDR
Welche Möglichkeiten es gibt
Die Fotos einfach nur auf dem Smartphone zu speichern – davon rät WDR-Digitalexperte Jörg Schieb dringend ab. Denn geht das Handy kaputt oder wird gestohlen, sind in diesem Fall auch alle Bilder weg. Daher sein Appell: „Man braucht auf jeden Fall eine Backup-Lösung.“
Eine Möglichkeit ist, die Fotos zusätzlich in einer Cloud zu speichern.
Eine Möglichkeit ist, die Fotos zusätzlich in einer Cloud zu speichern – also auf einem Server des jeweiligen Anbieters. Dort lassen sich die Fotos jederzeit erneut runterladen, ganz egal, was mit dem Endgerät geschieht. Wer ein Android- oder Apple-Handy nutzt, bei dem passiert das in der Regel automatisch, sagt Schieb. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man dies auch so eingestellt und die Funktion aktiviert hat.
Doch Vorsicht: Auch in den Clouds von Google und Apple lassen sich nicht beliebig viele Fotos speichern. Bei Google ist der kostenlose Speicherplatz auf 15 Gigabyte begrenzt, bei Apple auf fünf Gigabyte. Und wird diese Grenze erreicht, werden entweder keine neuen Fotos mehr in der Cloud gespeichert oder alte überschrieben.
Urlaubsfotos digital sichern
Hier und heute. 04.09.2025. 09:48 Min.. Verfügbar bis 04.09.2027. WDR.
Was Nutzer von Cloud-Diensten beachten sollten
Nutzer sollten daher regelmäßig überprüfen, ob sie bei ihrem Cloud-Dienst noch über genügend Speicher verfügen. Ist das nicht der Fall, kann man entweder für wenige Euro zusätzlichen Speicherplatz kaufen. Oder den Cloud-Speicher aufräumen und die Bilder auf einem externen Datenträgen, wie etwa einer Festplatte oder einem USB-Stick speichern.
Empfohlen wird Hochzeitfotos beispielsweise zusätzlich auf einem Stick zu speichern.
Gerade bei Fotos, die man unter keinen Umständen verlieren möchte, sollte man dies ohnehin zusätzlich tun, rät Schieb. „Hochzeitsfotos zum Beispiel würde ich immer sowohl in der Cloud also auch auf einer Festplatte oder einem Stick speichern.“
Alternativ zu Google und Apple gebe es weitere Cloud-Speicherdienste. Empfehlen könne er etwa „Nextcloud“. Dieser Dienst sei nicht nur kostenlos, sondern man habe dabei auch „die volle Kontrolle“ über seine Bilder. Zwar seien auch Apple und Google seriöse Unternehmen, eine 100-prozentige Sicherheit, dass niemand auf diese Bilder zugreife, gebe es da aber nicht.
Wie man Fotos ordnen und sortieren kann
Weiterer Vorteil der Cloud-Foto-Speicher: Dort lässt sich mit Hilfe von Stichwörtern nach bestimmten Fotos suchen. Das macht es möglich, die Bilder auch im Nachhinein nach Orten, Personen oder Themen zu sortieren und in entsprechenden Ordnern abzulegen.
Sinnvoll ist es für jeden Urlaub einen neuen Ordner anzulegen.
Er selbst mache das in der Regel allerdings schon während der Reise: „Für jeden Urlaub lege ich einen neuen Ordner an“, sagt Schieb. „Zum Beispiel 'Gardasee 2025'“. Diesen richte er dann so ein, dass die Fotos aller Familienmitglieder dort automatisch einlaufen und gespeichert werden.
Aber auch in diesen Ordnern landen dann mitunter zehn Fotos vom gleichen Motiv. Zwar gebe es inzwischen auch Apps, die einem beim Aussortieren von Bildern helfen. Sich nach dem Urlaub einmal die Zeit zu nehmen und diese Ordner ein wenig aufzuräumen – das bleibe einem aber wahrscheinlich nicht erspart, sagt Schieb. Und: Eine gewisse Disziplin beim Fotografieren helfe sicher dabei, dass erst gar kein so großes Bilderchaos entsteht.