- Sendehinweis: Hier und heute | 18. Mai 2026, 16.15 - 18.00 Uhr | WDR
Botanisch ist die Tomate eine Frucht, weil sie aus einer Blüte entsteht. In der Küche wird sie als Gemüse verwendet. Geeinigt hat man sich auf den Begriff Fruchtgemüse.
Markus Phlippen empfiehlt, in Gärtnereien oder direkt beim Bauern nach kräftigen, vorgezogenen Jungpflanzen zu schauen. Das ist preiswert und selbst Gartenanfänger haben damit Erfolg. Veredelte Pflanzen sind etwas teurer als die Klassiker – normale Tomaten, Fleisch- und Cocktailtomaten – dafür ist aber auch ihr Ertrag höher, weil man bis zu drei Triebe hochziehen kann. Ein weiterer Vorteil veredelter Pflanzen ist eine größere Resistenz gegenüber Krankheiten (z. B. Korkwurzelkrankheit, Nematoden oder die Fusarium-Welke).
Tomaten selbst anbauen
Hier und heute. 18.05.2026. 07:27 Min.. Verfügbar bis 18.05.2028. WDR.
Veredelte Pflanzen setzen
Wichtig ist es, veredelte Pflanzen nicht zu tief zu setzen. Die Veredelungsstelle sollte nicht in der Erde sein. Anders bei den Klassikern – diese ruhig etwas tiefer setzen und die untersten Blätter entfernen. In diesem Bereich des Stängels bilden sie weitere Wurzeln, was die Pflanzen kräftiger macht. Markus Phlippens Trick: Die Schnur zum Anbinden gleich mit in der Erde versenken und die Triebe nach oben einwickeln. „So muss man nachträglich nichts an der Pflanze festknoten“, sagt unser Gartenexperte.
Als Standort brauchen alle Tomaten einen sonnigen und windgeschützten Platz.
Als klassische Kombination empfiehlt Markus Phlippen, Tomaten mit afrikanischem Basilikum zu kombinieren – eine robuste, mehrjährige Strauchsorte aus Ostafrika. Es schmeckt intensiv würzig und ist ein hervorragender Bienenmagnet.
Richtig gießen
Um Pilzerkrankungen vorzubeugen, sollte man die Tomatenpflanzen immer unten gießen.
Immer unten gießen, nicht über die Blätter. Auch wenn heute einige Sorten resistent gegen Pilzerkrankungen sind, sollte man Wasser von den Blättern fernhalten. In sehr feuchten Jahren sind selbst resistente Pflanzen anfällig für Pilze.
Richtig düngen
Tomatendünger sollte immer viel Kalium und Phosphor enthalten. Da Tomaten Starkzehrer sind, muss man sie wöchentlich düngen. Inzwischen gibt es auch gute organische Dünger in der Flasche, die man dem Gießwasser beimischt. Auch selbstgemachter Dünger aus Brennnesseljauche und kaliumreicher Dünger aus Bananenschalen sind für Tomaten zur Ergänzung geeignet.
Geeignete Sorten
Die gelbe Zwergtomate „Primagold“ ist eine typische Balkontomate für ein Gefäß, weil sie klein bleibt und selbst stehen kann. Das Ausbrechen von Seitentrieben – das sogenannte Ausgeizen – ist nicht nötig. Es handelt sich dabei um eine typische Naschtomate mit kleinen, sehr aromatischen Früchten. Auch die Sorte „Small Egg“ ist als Balkon- und Hängetomate geeignet. Noch dazu hat man eine schöne Kombination – in Rot und Gelb. Hängetomaten kann man sogar in eine Blumenampel pflanzen, zum Beispiel die „Brasil RED“. Im Prinzip geht das mit jeder Wildtomate. Gerade Wildtomaten produzieren lange Triebe, die auch herunterhängen können. Ihr Vorteil ist eine gute Resistenz gegen die gefürchtete Krautfäule.
Die Rosinentomate, auch unter dem Namen „Arielle“ bekannt, hat die Fähigkeit direkt an der Pflanze zu trocknen, ohne zu faulen. Während normale Tomaten bei Überreife platzen oder matschig werden, verwandelt sich diese Sorte in eine Art „Gourmetrosine“.