Feigenbaum

Alles rund um den Feigenbaum – Tipps von Gärtner Markus Phlippen

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Immer mehr Hobbygärtner und Balkonbesitzer begeistern sich für Feigenbäume. Gärtner Markus Phlippen erklärt, worauf es beim Anbau ankommt und wie Sie selbst erfolgreich Feigen ernten können.

Feigen wachsen auch bei uns

Dank des zunehmend milderen Klimas lassen sich Feigen mittlerweile in vielen Regionen Deutschlands problemlos kultivieren – im Garten oder auch im Kübel auf dem Balkon und der Terrasse.

Feigenbäume tragen in der Regel zweimal im Jahr

  • Sommerfeigen reifen ab Juni bis August am Vorjahrestrieb
  • Herbstfeigen wachsen an den diesjährigen Trieben und werden meist ab September bis in den späten Herbst oder sogar Winter reif.

Pflegeleichte Sorten und Pflanz-Tipps

Eine besonders robuste und schmackhafte Sorte ist ‚Brown Turkey‘. Sie ist pflegeleicht, selbstfruchtbar und eignet sich sowohl für die Beetpflanzung als auch für den Kübel. Meist wächst sie strauchartig mit mehreren Stämmen, es gibt aber auch Formen mit einem kleinen Stamm, die sich ideal für die Terrasse eignen.

Standort: sonnig, warm und windgeschützt
Pflanzzeit: am besten im Herbst, wenn der Boden noch warm ist
Substrat im Kübel: mineralische Kübelpflanzenerde verwenden

Alles rund um den Feigenbaum – Tipps von Gärtner Markus Phlippen

Hier und heute 13.10.2025 08:00 Min. Verfügbar bis 13.10.2027 WDR

Wissenswertes zur Frucht

Bei der Feige handelt es sich botanisch gesehen um eine Scheinfrucht. Sie entsteht aus der nach innen gewachsenen Blüte des weiblichen Feigenbaums.
Alle bei uns gängigen Sorten sind weiblich und selbstfruchtbar – das heißt:

  • Feigenwespen sind nicht notwendig zur Bestäubung.
  • Die enthaltenen Samen sind nicht keimfähig.

Klimawandel und Feigenwespe: Eine neue Entwicklung

Verschiedene Feigen

Die bei uns gängigen Feigensorten fruchten ohne Feigenwespen.

Durch den Klimawandel scheint sich inzwischen auch die Feigenwespe (circa 2 mm klein) in manchen warmen Regionen Deutschlands anzusiedeln – eine kleine Sensation! Dennoch ist die Vermehrung durch Samen nicht zu empfehlen, da Sämlinge viele Jahre bis zur Fruchtreife brauchen und zufällig männliche Pflanzen keine essbaren Früchte tragen.

Feigen richtig vermehren – mit Stecklingen

Wer eine besonders köstliche Feigensorte im Garten entdeckt, kann sie ganz einfach durch Stecklinge vermehren. So geht’s:

  • 2030 cm lange, diesjährige Triebe schneiden (mit 34 Knoten).
  • Unterhalb eines Knotens abschneiden, die unteren Blätter entfernen.
  • In Blumenerde mit Lavagranulat etwa 15 cm tief einsetzen.
  • Durchsichtige Tüte darüberstülpen, hell stellen und gleichmäßig feucht halten – aber frostfrei überwintern!
  • Im nächsten Frühjahr können die bewurzelten Stecklinge in Einzeltöpfe umgesetzt werden.

Wichtig: Die jungen Pflanzen in der ersten Zeit nicht stören oder umtopfen – Geduld zahlt sich aus!