Weihnachtspflanzen - Amaryllis

Tipps rund um die Amaryllis – von Gartenexpertin Anja Klein

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Die Amaryllis gehört zu den schönsten Blumen der Weihnachtszeit. Damit sie lange frisch bleibt, hat Gartenexpertin Anja Klein die besten Pflegetipps parat.

Beliebte Sorten

Die dunkelrote ‘Benfica’ beeindruckt mit bis zu 20 cm großen Blüten. ‘Jewel’ zeigt gefüllte, reinweiße Blüten von Oktober bis April. Die zartrosa ‘Sweet Nymph’ des holländischen Züchters Ton Peter van Nieuwkerk wird bis zu 40 cm hoch und ist ebenfalls gefüllt.

Der richtige Standort

Wachstum (Frühjahr–Sommer): heller, absonniger Platz draußen bei 24–26 °C.
Blüte (Winter): helle Fensterbank bei etwa 20 °C, nachts kühler. Je kälter, desto länger hält die Blüte.
Ruhe (Herbst): dunkel und kühl bei rund 16 °C – ideal im Keller oder frostfrei im Garten.

Pflege im Jahreslauf

Ab Dezember sparsam gießen, bei 10 cm Austrieb regelmäßig wässern. Nach der Blüte den Stiel entfernen und mit Flüssigdünger versorgen. Ab Mai kann die Pflanze ins Freie, ab August kein Wasser und Dünger mehr. Im November wird umgetopft und leicht angegossen.

Tipps rund um die Amaryllis – von Gartenexpertin Anja Klein

Hier und heute 03.11.2025 05:17 Min. Verfügbar bis 03.11.2027 WDR

Amaryllis in Wachs – schön, aber kurzlebig

Die in Wachs getauchten Zwiebeln brauchen keine Pflege, blühen aber nur einmal. Danach gehen sie ein, da sie keine Wurzeln bilden können – hübsch, aber nicht nachhaltig.

Als Schnittblume

Amaryllisblüten sind auch in Sträußen sehr dekorativ. Tipp: Stiel anschneiden, mit Tesafilm umwickeln und nur wenig Wasser in die Vase geben – so halten sie bis zu zwei Wochen. Gegen Umknicken hilft ein Stützstab im hohlen Stiel.

Einpflanzen, Erde und Düngung

Blumenzwiebeln

Für das Wachstum der Pflanze ist die richtige Erde entscheidend.

Für Blüten zu Weihnachten im November einpflanzen. Die Erde sollte locker, durchlässig und leicht nährstoffreich sein – Blumenerde mit Sand oder Tongranulat ist ideal. Gedüngt wird ab der Wachstumsphase mit flüssigem Blühpflanzendünger: zuerst alle 3–4 Wochen, später alle 2 Wochen. Ab August nicht mehr düngen.

Nach der Blüte

Nach dem Verblühen Stiele entfernen, Blätter stehen lassen, regelmäßig gießen und düngen. Ab Mai ins Freie stellen, im Herbst Wasser reduzieren und im Keller ruhen lassen. Im November wieder einpflanzen – so blüht die Zwiebel im nächsten Winter erneut.

Krankheiten und Schädlinge

Typisch ist der Rote Brenner – rotbraune Flecken auf Zwiebel und Blättern. Befallene Stellen entfernen, Zwiebel eine Stunde in Kupferlösung tauchen. Vorbeugend immer über den Untersetzer gießen. Im Winter drohen Wolllaus- oder Schildlausbefall – handelsübliche Mittel helfen.