Porträt einer Bengalkatze vor schwarzem Hintergrund

Tierisch gesund – Wie Haustiere fit und aktiv bleiben

Stand:

Tierarzt Ralf Unna aus Köln zeigt, wie Hunde, Katzen & Co. gesund bleiben – mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Bewegung und artgerechter Haltung für ein langes, vitales Tierleben.

Haustiere sind echte Familienmitglieder – rund 20 Millionen Haushalte in Deutschland halten insgesamt etwa 34 Millionen Tiere, darunter 10 Millionen Katzen und 9 Millionen Hunde. Doch viele von ihnen sind übergewichtig: Über 50 Prozent der Hunde und ein Drittel der Katzen bringen zu viel auf die Waage – mit Folgen wie Diabetes, Arthrose oder Herzproblemen. Die Lebenserwartung sinkt im Schnitt um zwei bis drei Jahre.

Der Hauptgrund liegt meist in zu viel Futter, zu wenig Bewegung und einem Mangel an Wissen über gesunde Ernährung.

Gesunde Ernährung – was wichtig ist

Bei Hunden sollte das Verhältnis von Proteinen zu Kohlenhydraten etwa 50:50 betragen. Katzen brauchen hingegen deutlich mehr Eiweiß und Fett – möglichst ohne Getreide oder Kartoffeln. Viele Supermarktsorten enthalten Zucker, Fett oder Geschmacksverstärker – das sollte vermieden werden.

Tierisch gesund – Wie Haustiere fit und aktiv bleiben

Hier und heute 22.10.2025 15:29 Min. Verfügbar bis 22.10.2027 WDR

Futter im Vergleich

Trockenfutter ist praktisch und gut für die Zähne, enthält aber wenig Feuchtigkeit.
Nassfutter liefert Flüssigkeit und wird gern gefressen, ist aber teurer und hilft nicht bei der Zahnpflege.
Barfen (Rohfütterung) ist besonders artgerecht, aber aufwendig und nicht ohne Risiko – hier sollte man sich unbedingt fachlich beraten lassen.

Bei Katzen ist Nassfutter wegen ihres geringen Trinkverhaltens besonders wichtig. Trinkbrunnen oder Wasser im Futter können helfen, den Flüssigkeitsbedarf zu decken.

Kaninchen

Artgerecht heißt: viel Platz und Bewegung im Freien.

Kaninchen und Meerschweinchen sollten mit frischem Heu, Gemüse und Salatresten gefüttert werden. Trockenfutter ist ungeeignet. Ein artgerechtes Leben bedeutet auch: ausreichend Platz im Freien und Gesellschaft durch Artgenossen.

Bewegung – das A und O

Neben gesunder Ernährung ist Bewegung essenziell. Hunde brauchen regelmäßige Spaziergänge und geistige Beschäftigung – je nach Rasse und Alter mehr oder weniger intensiv. Besonders aktive Rassen wie Border Collies oder Labradore benötigen viel Auslauf und Abwechslung.

Katzen, die Freigang haben, bewegen sich meist genug. Wohnungskatzen sollten regelmäßig zum Spielen animiert werden.

Kleintiere brauchen viel Platz im Außengehege und dürfen nicht alleine gehalten werden – sie sind gesellige Tiere und sollten immer zu zweit oder in Gruppen leben.