- Sendehinweis: Hier und heute | 16. März 2026, 16.15 - 18.00 Uhr | WDR
Wann genau die ersten Gemüsesorten ausgesät oder gepflanzt werden können, hängt von Region und Wetterbedingungen ab. Um sicherzugehen, kann man vorab die Bodentemperatur messen. Viele frühe Gemüsearten wachsen bereits ab einer Bodentemperatur von etwa 7 °C. Im März beginnt die Saison daher vor allem mit robusten und kälteverträglichen Kulturen. Besonders geeignet sind Sorten mit kurzer Kulturdauer, da sie noch im Frühling geerntet werden und später Platz für weitere Pflanzen im Hochbeet schaffen. Dazu zählen beispielsweise Karotten, Salat, Rüben, Radieschen, Kohl und Spinat.
Einige Pflanzen werden ausgesät, andere setzt man als Jungpflanzen oder Stecklinge ins Beet.
Diese Pflanzen wachsen im Frühjahr gut an und können bald geerntet werden:
- Kohlrabi: als vorgezogene Stecklinge auspflanzen
- Blumenkohl: als vorgezogene Stecklinge auspflanzen
- Salatpflanzen: als vorgezogene Stecklinge auspflanzen
- Zuckererbsen werden im März als Saat direkt ins Hochbeet ausgesät
- Pflücksalat: Direktsaat von März bis April möglich
- Rote Bete: Aussaat ab März als Vorkultur oder etwas später direkt ins Beet
- Möhren/Karotten: frühe Sorten kann man bereits im März aussäen
- Dicke Bohnen: robuste Kultur, Direktsaat ab März
- Zwiebeln kann man ebenfalls früh aussäen
- Radieschen: schnell wachsend, Ernte oft schon nach sechs bis acht Wochen
Start in die Hochbeetsaison
Hier und heute. 16.03.2026. 06:45 Min.. Verfügbar bis 16.03.2028. WDR.
Blumen im Hochbeet
Hornveilchen blühen von März bis Oktober.
Frühlingsblumen bringen schöne Farben ins Hochbeet. Sehr beliebt sind zum Beispiel Hornveilchen. Sie sind robust, vertragen kühle Temperaturen und sehen im Hochbeet besonders hübsch aus. Gleichzeitig lockern sie das Beet optisch auf und lassen sich gut mit Gemüse kombinieren. Sie sind zudem nützlich, weil ihre Blüten im Frühling Nahrung für Bienen und andere Insekten bieten.
Vorteile eines Hochbeets
Ein Hochbeet erwärmt sich im Frühling meist schneller als ein normales Gartenbeet. So kann die Gartensaison früher beginnen. Zudem lässt sich die Erde im Hochbeet leichter lockern und vorbereiten, so dass die Aussaat bereits zu Beginn der Saison möglich ist.
Damit die jungen Pflanzen gut wachsen können, sollte die Erde locker, nährstoffreich und ausreichend feucht sein.
Kälteschutz fürs Hochbeet im März
Im März kann es nachts noch frieren, daher lohnt sich ein einfacher Kälteschutz. Dafür steckt man ein paar Stahl- oder Drahtbögen ins Hochbeet und legt anschließend Gartenvlies darüber. Der so entstandene kleine Tunnel schützt die Pflanzen vor Kälte und Wind, lässt aber trotzdem Licht, Luft und Regen durch. Das Vlies an den Seiten gut befestigen, damit es nicht wegfliegt. Hierfür eignen sich zum Beispiel Steine oder Klammern. Wenn es tagsüber warm und sonnig ist, kann man den Tunnel auch kurz öffnen, für mehr Ventilation.
10 gute Gründe für das Gärtnern in Hochbeeten
- Erde erwärmt sich früher, man kann früher anbauen
- Erde bleibt länger warm, man kann länger anbauen
- Üppigere Ernten, wegen der hohen Nährstoffdichte
- Man muss sich nicht bücken
- Weniger Unkraut
- Weniger Schädlinge
- Keine Wühlmäuse dank Bodengitter
- Möglichkeit, Grünschnitt unterzubringen
- Keine Bodenermüdung, da die oberste Erdschicht ständig erneuert wird
- Anbau auch auf versiegelten Flächen, nährstoffarmen und belasteten Böden
Hochbeet für den Balkon
Aufgrund der erhöhten Fläche lässt sich eine bunte Multikultur anlegen.
Ein Balkonhochbeet ermöglicht auch auf kleiner Fläche den Anbau von Gemüse, Kräutern und Blumen und bietet dabei den Vorteil des rückenschonenden Gärtnerns. Durch die erhöhte Fläche lassen sich mehrere Pflanzenarten gemeinsam anpflanzen und der begrenzte Platz optimal nutzen. Für den Bau eignen sich Materialien wie Holz, Metall oder Kunststoff, wobei Holz besonders natürlich wirkt und sich gut anpassen lässt. Wichtig ist eine stabile Konstruktion mit einer Drainageschicht und einer mehrschichtigen Befüllung aus grobem Material, Kompost und Pflanzerde, um Staunässe zu vermeiden.
Auf dem Balkon gedeihen besonders gut Kräuter wie Basilikum, Petersilie oder Thymian, schnell wachsende Salate, kleine Tomaten oder essbare Blüten. Ein sonniger Standort ist ideal, aber auch Halbschatten ist möglich. Dabei sollte man stets die Traglast des Balkons im Hinterkopf behalten und kein zu schweres oder großes Beet anlegen, um die Sicherheit nicht zu gefährden. Das Hochbeet sollte wetterfest behandelt werden und kann auf Beinen oder Rollen stehen, um platzsparend und mobil zu sein. So lässt sich auch ohne Garten ein grünes, ertragreiches Hochbeet realisieren, das den Balkon in eine kleine Oase verwandelt.