- Sendehinweis: Hier und heute | 4. Juni 2025, 16.15 - 18.00 Uhr | WDR
Reisen 2025 ist oft komplizierter und teurer als früher. Einige Länder verlangen nun digitale Einreisegenehmigungen wie die ETA (Electronic Travel Authorization). Und auch bei den Preisen braucht es Glück – oder gute Planung –, um noch günstige Urlaubsangebote zu finden.
Einreiseregeln: ETA, ESTA und Visa on Arrival
Die ETA kostet aktuell 16 britische Pfund.
Seit dem 2. April 2025 gelten für Reisen nach Großbritannien neue Einreiseregeln: Deutsche Staatsbürger benötigen nun zusätzlich zum Reisepass eine sogenannte Electronic Travel Authorization (ETA).
Der Antrag kann ausschließlich digital gestellt werden – entweder über die Website der britischen Regierung (gov.uk) oder per Smartphone-App. „Abgefragt werden dabei unter anderem Name, Adresse, Nationalität, E-Mail-Adresse, Beruf sowie mögliche Vorstrafen“, erklärt Sebastian Moritz. Außerdem muss ein Foto des Reisepasses hochgeladen werden – dieser muss in der Regel noch eine gewisse Restgültigkeit aufweisen. „Der Antrag wird automatisiert geprüft“, so Moritz weiter. Innerhalb von drei Werktagen erfolgt die Rückmeldung per E-Mail. Die ETA ist ab Ausstellung zwei Jahre gültig und kostet aktuell 16 britische Pfund – umgerechnet rund 19 Euro.
Ein ähnliches System wie die britische ETA gibt es in den USA bereits seit 2009: das ESTA (Electronic System for Travel Authorization). Auch andere Länder verlangen mittlerweile eine solche elektronische Einreisegenehmigung – darunter Australien, Israel, Kanada, Neuseeland, die Seychellen und Sri Lanka. Insgesamt betrifft das aktuell rund ein Dutzend Staaten.
Diese digitalen Genehmigungen gelten in der Regel als vereinfachte Visa-Alternative für Kurzaufenthalte, etwa Urlaubsreisen. In einigen Ländern – wie Ägypten oder den Philippinen – genügt dagegen ein sogenanntes Visa on Arrival, das bei der Einreise direkt ausgestellt wird und nicht vorab beantragt werden muss.
Urlaub 2025 – Neue Einreiseregeln und günstige Ziele
Hier und heute. 04.06.2025. 11:51 Min.. Verfügbar bis 04.06.2027. WDR.
Wo man jetzt noch bezahlbar Urlaub machen kann
In Süditalien oder auf den Kanaren kann man günstiger Angebote entdecken
Wer kurzfristig in den Sommerurlaub will, braucht etwas Glück – oder viel Flexibilität. Dann lassen sich durchaus noch bezahlbare Angebote finden.
Günstiger als in Spanien, den Niederlanden oder an der deutschen Nordseeküste ist es laut Sebastian Moritz derzeit eher in Süditalien oder auf den Kanaren. Besonders günstige Pauschalreisen gibt es für Ägypten und Tunesien – vor allem für Familien in den Sommerferien. Wer in Deutschland bleiben möchte, sollte gezielt nach Regionen abseits der klassischen Ferienorte suchen.
Flexibilität bei den Reisedaten zahlt sich meist aus. Sparen lasse sich zudem mit dem richtigen Timing bei der Buchung: „Die klassischen Katalogpreise, die für die ganze Saison gleich sind, gibt's immer seltener“, sagt Sebastian Moritz. „Die Preise ändern sich manchmal sogar mehrfach am Tag.“ So bestehe nach wie vor die Chance auf ein Last-Minute-Schnäppchen.
Was man bei der Online-Buchung beachten sollte
Bei Onlinereisebüros aufpassen! Oft kommen noch einige Zusatzkosten hinzu.
Wer nicht immer wieder selbst nach Schnäppchen schauen möchte, kann insbesondere für Flüge Vergleichsportale wie Skyscanner, Kayak oder Momondo nutzen, sagt Moritz. „Auf vielen Seiten kann man sich einen Preiswecker stellen und bekommt dann eine Nachricht, wenn der Preis eine bestimmte Schwelle unterschritten hat."
Vorsichtig sein sollte man hingegen bei Onlinereisebüros wie Opodo oder Fluege.de, rät Sebastian Moritz. Dort sähen Preise auf den ersten Blick oft besonders günstig aus. „Das Verbraucherportal Finanztip kritisiert aber, dass hier im Laufe des Buchungsprozesses oft noch eine ganze Reihe von Zusatzkosten hinzukommen, zum Beispiel fürs Gepäck, für die Sitzplatzreservierung oder eine Zusatzgebühr, wenn ich nicht mit einer bestimmten Kreditkarte bezahle.“
Und schließlich sei ja immer wieder zu hören, „dass Cookies unser Surfverhalten speichern und wir dann draufzahlen, weil ein Anbieter erkennt, dass wir uns besonders stark für einen bestimmten Flug oder ein bestimmtes Hotelzimmer interessieren“, sagt Sebastian Moritz. Doch diese individuelle Preisgestaltung sei noch gar nicht so sehr verbreitet – und mache beim Preis, wenn überhaupt, nur einige Euro aus.