- Sendehinweis: Hier und heute | 14. April 2026, 16.15 - 18.00 Uhr | WDR
Solarstrom selbst erzeugen
Die Nachfrage nach Solar steigt seit einigen Wochen stark, sagt Jörg Sutter. Das liege zum einen an der Sorge vor weiter steigenden Strompreisen. Zum anderen plant die Bundesregierung offenbar, die Förderung für kleinere PV-Anlagen bis 25 KW im kommenden Jahr zu streichen. Wer eine solche Anlage also noch in diesem Jahr einbaut, bekommt die für 20 Jahre zugesicherte Vergütung für erzeugten Solar-Strom, den man selbst nicht nutzt. Die sogenannte Einspeisevergütung.
Grundsätzlich sei Solarstrom eine verhältnismäßig einfache und günstige Möglichkeit, sich ein Stück weit unabhängig zu machen und die Stromrechnung zu reduzieren, sagt Sutter. Die gute Nachricht: Die Möglichkeit haben nicht nur Eigenheim-Besitzer, sondern auch Mieter – mit einem Balkonkraftwerk.
Was man bei Balkonkraftwerken beachten sollte
Ein Balkonkraftwerk könne jeder nutzen, sagt Jörg Sutter. Natürlich ist dafür ein Balkon mit guter Sonneneinstrahlung hilfreich. Doch Steckersolar-Geräte lassen sich sogar an der Hausfassade installieren.
Außerdem ist in Sachen „Balkonkraftwerke“ zuletzt einiges einfacher geworden: Nutzer müssen diese nicht mehr bei ihrem Netzbetreiber anmelden. Außerdem haben Mieterinnen und Mieter einen rechtlichen Anspruch auf Zustimmung ihres Vermieters, sagt Sutter. Mit diesem muss man sich nämlich abstimmen. Aber: „Der darf nur noch aus ganz wichtigen Gründen ablehnen.“ Zudem bieten einige Kommunen Förderungen an.
Selbst ohne Förderung können sich die Kosten für ein Balkonkraftwerk nach wenigen Jahren amortisieren.
Doch auch ohne Förderung könne sich die Anschaffung eines Balkonkraftwerks schnell lohnen, sagt Sutter. Für zwei Module mit einer Leistung von insgesamt 900 Watt zahlt man etwa 400 Euro. Sparen lassen sich laut Sutter damit etwa 150 Euro Stromkosten im Jahr. So würden sich die Kosten bereits nach drei bis vier Jahren amortisieren.
Solarstrom selbst erzeugen
Hier und heute. 14.04.2026. 14:31 Min.. Verfügbar bis 14.04.2028. WDR.
Wann eine Photovoltaik-Anlage sinnvoll ist
Eine richtige Photovoltaik-Anlage hingegen kommt nur in Frage, wenn man eine entsprechende Dachfläche zur Verfügung hat – also Eigenheim-Besitzer ist. Mit Gesamtkosten für Module, Batteriespeicher und Einbau von etwa 20 000 Euro sind diese natürlich auch sehr viel teurer.
Allerdings: „Das Einsparpotenzial ist dabei natürlich auch sehr viel größer“, sagt Jörg Sutter. So ließen sich damit mitunter 3000 Euro im Jahr sparen. Hinzu kommt noch die Einspeisevergütung von etwa 850 Euro jährlich – wenn man mehr Strom produziert als man verbraucht. So könne sich eine solche PV-Anlage in etwa zwölf Jahren rechnen.
Solarstrom kann eine Option gegen steigende Heiz- und Benzinkosten sein.
Gerade wenn man mit dem Solarstrom dann noch etwa ein Elektroauto lädt oder eine Wärmepumpe betreibt, lohne sich eine PV-Anlage besonders, sagt Sutter. Weiterer Vorteil: „Damit macht man sich dann auch gleichzeitig noch unabhängiger von Öl und Gas und etwa den Heiz- und Benzinkosten.“