Schilddrüse

Schilddrüse – kleines Organ mit großer Wirkung

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Die Schilddrüse steuert unseren Stoffwechsel. Eine Fehlfunktion kann viele Bereiche im Körper beeinflussen. Über das wichtige Organ sprechen wir mit Allgemein- und Ernährungsmediziner Dr. Thomas Kurscheid.

Die Schilddrüse ist klein, hat aber eine enorme Wirkung: Sie produziert lebenswichtige Hormone und steuert unseren Stoffwechsel. Gerät sie aus dem Gleichgewicht, kann das zahlreiche Bereiche im Körper beeinflussen – von Herz, Gehirn und Energiehaushalt bis zur Verdauung.

Unter- und Überfunktion der Schilddrüse

Zu den häufigsten Erkrankungen zählen die Unterfunktion (Hypothyreose), die Überfunktion (Hyperthyreose), Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis oder Morbus Basedow sowie Knoten oder eine Vergrößerung der Schilddrüse (Struma).Typische Anzeichen einer Unterfunktion sind Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit oder depressive Verstimmungen. Eine Überfunktion kann sich durch Nervosität, Herzklopfen, Schlafstörungen, Gewichtsverlust oder starkes Schwitzen äußern. Da die Beschwerden oft unspezifisch sind, bleiben Erkrankungen lange unentdeckt.

Der Hals eines Mannes, zwei Hände tasten den Bereich der Schilddrüse ab

Eine Schilddrüsenuntersuchung kann frühzeitig Auffälligkeiten feststellen.

Ein Check-up kann helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen Untersuchungen in der Regel bei Beschwerden oder medizinischem Verdacht. Dazu gehören Blutwerte wie TSH oder eine Ultraschalluntersuchung.

Schilddrüse – kleines Organ mit großer Wirkung

Hier und heute 06.03.2026 13:53 Min. Verfügbar bis 06.03.2028 WDR

Jod und Schilddrüse

Jod ist essenziell für die Bildung der Schilddrüsenhormone. Sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss können die Schilddrüse schädigen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung stuft eine tägliche Aufnahme von bis zu 500 Mikrogramm Jod als sicher ein.

Jod liefern unter anderem:

  • Jodiertes Speisesalz
  • Seefisch und Meeresfrüchte
  • Milchprodukte und Eier
  • Brokkoli, Spinat, Champignons sowie Nüsse und Kerne