- Sendehinweis: Hier und heute | 15. September 2025, 16.15 - 18.00 Uhr | WDR
Garten unterwegs: Saatgut selbst ernten
Hier und heute. 15.09.2025. 06:34 Min.. Verfügbar bis 15.09.2027. WDR.
Saatgut lässt sich ganz einfach selbst gewinnen.
Wenn die Samenstände vollständig getrocknet und bräunlich sind, kann man die Samen ernten. Erntet man sie zu früh, sind die Samen noch feucht und können schimmeln.
Beim Gewinnen des Saatguts sollte man Handschuhe tragen und eine Schere verwenden, um die Samenstände vorsichtig abzuschneiden. Diese in einem sauberen Behälter oder auf einem Tuch ausbreiten, um weitere Verschmutzungen zu vermeiden.
Samen trocknen
Samen an einem trockenen, gut belüfteten Ort vollständig trocknen. Das verhindert Schimmelbildung und sorgt für eine lange Haltbarkeit. Samen regelmäßig wenden, um eine gleichmäßige Trocknung zu gewährleisten. Das dauert in der Regel zwei bis drei Wochen.
Nach dem Trocknen sollten die Samen in luftdichte Behälter oder beschriftete Tüten umgefüllt werden. Diese am besten an einem kühlen, dunklen Ort lagern, um die Keimfähigkeit zu bewahren. Feuchtigkeit und Wärme sollten vermieden werden, da sie die Samen schädigen können.
Saatgut kaufen – invasive Pflanzen erkennen
Beim Kauf von Saatgut sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass keine invasiven Pflanzen enthalten sind.
Wer selbst Saatgut kauft, sollte sich vergewissern, dass keine invasiven Arten enthalten sind. Auf der Packung ist leider nicht immer jede einzelne, in der Mischung enthaltene Art, aufgeführt. So ist nicht sofort ersichtlich, ob invasive Pflanzen enthalten sind.
Es gibt ein paar Hinweise, auf die man achten sollte
- Gute Samenmischungen listen alle enthaltenen Blumensamen auf.
- Auf der Packung sollte zudem stehen, ob die Mischung aus heimischen Arten besteht oder speziell für Bienen- und Insektenschutz geeignet ist.
- Samen aus zertifizierten Bio- oder Fachhandelsprodukten enthalten in der Regel keine problematischen invasiven Arten.
- Wenn auf der Packung Pflanzenarten aufgeführt sind, die man nicht kennt oder die exotisch klingen, lieber nachforschen oder vermeiden.
- Seriöse Hersteller geben online oder auf Anfrage Auskunft über die Zusammensetzung und bestätigen, dass keine invasiven Arten enthalten sind.