Pfingstrosen

Pfingstrosen: edle Klassiker im Garten

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Gartenexperte Markus Phlippen zeigt, worauf es bei Standort, Pflanzung und Pflege von Pfingstrosen ankommt – und wie die prachtvollen Blüten jedes Jahr aufs Neue gelingen.

Pfingstrosen gehören zu den edelsten Gartenblumen. Ihre Blüten sind atemberaubend, die Farbvielfalt ist groß und in der Züchtung blicken sie auf eine lange Tradition zurück. Gerade weil ihre üppige Blütezeit nur kurz ist, wird sie jedes Jahr zu einem besonderen Ereignis. Vielleicht sind Pfingstrosen genau deshalb zeitlos und nie aus der Mode gekommen.

Arten und Unterschiede

Grundsätzlich unterscheidet man drei Hauptgruppen:
• Strauch-Pfingstrosen, auch „Baumpäonien“ genannt
• Intersektionelle Pfingstrosen, auch Itoh-Hybriden
• Stauden-Pfingstrosen, die bekannteste und beliebteste Gruppe

Stauden-Pfingstrosen ziehen im Herbst vollständig in den Boden ein und treiben im Frühjahr aus den Wurzeln neu aus. Wenn im Volksmund von „Bauernpfingstrosen“ die Rede ist, sind meist diese gemeint.

Standort und Boden

Sonne

Ein sonniger Standort ist unerlässlich.

Pfingstrosen kauft man am besten zur Blütezeit, da man dann ihre Qualität gut beurteilen kann. Sie bevorzugen einen sogenannten „Möhrenboden“ – also einen lockeren, tiefgründigen, sandig-lehmigen und möglichst steinfreien Boden. Für Gärten im Rheinland ist das ideal: Dort sind lehmige Böden mit sandigen Anteilen weit verbreitet, die der Rhein über Jahrtausende abgelagert hat. Der Standort sollte unbedingt sonnig sein, da sonst die Blütenbildung leidet.

Pflanzung

Beim Einpflanzen ist wichtig, dass die Pfingstrose nicht tiefer gesetzt wird als zuvor im Topf – sonst blüht sie schlecht. Etwas abgelagerter Kompost kann untergemischt werden, damit der Pflanze gleich zu Beginn ein organischer Nährstoffvorrat zur Verfügung steht. Staunässe vertragen Pfingstrosen nicht. Dauerhaft nasse Böden gehören zu den häufigsten Ursachen dafür, dass die Pflanzen eingehen. Bei schweren Böden empfiehlt es sich, Sand unterzumischen.

Pfingstrosen mit Markus Phlippen

Hier und heute 04.05.2026 06:51 Min. Verfügbar bis 04.05.2028 WDR

Pflege und Besonderheiten

Pfingstrosen sollten möglichst lange am selben Standort bleiben. Häufiges Umpflanzen oder Teilen – wie bei vielen anderen Stauden üblich – vertragen sie schlecht und reagieren oft mit ausbleibender Blüte. Ein mineralischer Mulch rund um die Pflanze ist sinnvoll. Er verhindert, dass Regen Pilzsporen aufwirbelt, die die Blätter befallen können. Pfingstrosen sind nämlich anfällig für Blattfleckenpilze.

Kübelhaltung

Für die Kübelhaltung sind Pfingstrosen nur bedingt geeignet. Sie bilden sehr tiefe Wurzeln – bis zu einem Meter – und möchten sich dauerhaft im Boden etablieren. Auch günstige Pflanzen aus dem Baumarkt oder Discounter sollten daher ausgepflanzt werden. Im Topf kommt es oft schon nach wenigen Jahren zu Kümmerwuchs, da sich die Wurzeln nicht ausreichend entwickeln können.

Düngung

Dünger

Zu Beginn der Saison kalliumreichen Dünger verwenden.

Ein kaliumbetonter Dünger fördert die Standfestigkeit und die Blütenbildung und wird am besten zu Beginn der Saison ausgebracht.
Im Herbst kann zusätzlich eine etwa drei Zentimeter dicke Kompostschicht aufgetragen werden. Sie schützt die Knospen und versorgt die Pflanze mit Nährstoffen.

Generell zählen Pfingstrosen jedoch zu den Schwachzehrern – auf guten Böden reicht Kompost oft völlig aus. Zu starke Düngung kann sich sogar negativ auf die Blüte auswirken.