- Sendehinweis: Hier und heute | 21. Juli 2025, 16.15 - 18.00 Uhr | WDR
Gärtner Markus Phlippen ist in einem kleinen Paradies für Tiere. Er besucht den 3.300 Quadratmeter großen Naturgarten von Ralf Becker in Ratingen. Wo früher nur Rasen wuchs, ist in den vergangenen vier Jahren ein vielfältiger Lebensraum für Vögel, Igel, Libellen, Schmetterlinge und viele andere Tiere entstanden – inklusive einem besonderen Ort für unsere Wildbienen: dem Sandarium.
Was ist ein Sandarium?
Wildbienen sind sehr wichtig für das Ökosystem.
Das Sandarium ist ein Beet mit nährstoffarmem, sandigem Boden – speziell angelegt für bodenbrütende Wildbienen, die in unterirdischen Gängen ihre Eier ablegen. Etwa 75 Prozent der Wildbienenarten nisten im Boden und benötigen dafür offene, sonnige Flächen mit geeigneter Struktur. Schon eine sonnige Ecke von etwa 50 × 50 Zentimetern kann hier wertvollen Lebensraum bieten.
So legen Sie ein Sandarium an – auch auf kleinem Raum
Wer keinen Garten hat, kann ein Mini-Sandarium auch im Speiskübel oder Pflanzgefäß anlegen. Dafür braucht man nicht viel:
Substrat: Am besten eignet sich spezieller Bienensand, der locker genug ist, damit die Bienen graben können – aber gleichzeitig stabil genug, um nicht einzustürzen.
Alternativ: Lehm aus dem Biobaumarkt kann im Verhältnis 1:7 mit Sand gemischt werden. Wichtig: Mischungen wie 1:3 oder 1:5 sind zu fest und für die Tiere ungeeignet.
Naturgarten – Sandarium für Wildbienen anlegen
Hier und heute. 21.07.2025. 06:25 Min.. Verfügbar bis 21.07.2027. WDR.
Die richtigen Pflanzen für das Sandarium
Wärmeliebende Pflanzen wie Thymian eignen sich besonders gut für das Sandarium.
Für ein Sandarium eignen sich besonders wärmeliebende Kräuter wie Thymian, Bohnenkraut oder Salbei. Pflanzen aus der Familie der Lippenblütler sind bei Insekten besonders beliebt, da sie viele aromatische und nektarreiche Blüten tragen.
Die verwendete Erde sollte mager, mineralisch und torffrei sein – idealerweise mit einem Anteil an Sand oder Lavagranulat, um die Nährstoffarmut zu fördern.
Auch der Standort ist entscheidend: Das Sandarium sollte sonnig und offen liegen und darf selbst bei Starkregen nicht unter Wasser stehen, um die Nistplätze der Wildbienen zu schützen.
Wasserstelle
Stellen Sie eine flache Wasserschale neben das Sandarium. Wildbienen brauchen Wasser, um Brutzellen und Nesteingänge mit feuchtem Lehm zu verschließen.