Autos stauen sich in der Nähe des Hauptbahnhofs in Düsseldorf

Mitfahrportale - Gemeinsam günstiger unterwegs

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Mitfahrgelegenheiten sind eine praktische und nachhaltige Alternative zum eigenen Auto oder zur Bahn. Sebastian Moritz aus der WDR-Wirtschaftsredaktion informiert, welche Anbieter es gibt, wie die Portale funktionieren und worauf Sie bei Sicherheit und Versicherung achten sollten.

Bekannte Anbieter

BlaBlaCar ist Marktführer und die größte Plattform für Langstreckenfahrten. Millionen Nutzerinnen und Nutzer sorgen für eine hohe Verfügbarkeit von Angeboten in ganz Deutschland.
Neben BlaBlaCar gehört Fahrgemeinschaft.de zu den größten deutschen Alternativen. Die Nutzung ist besonders für Pendlerinnen, Pendler und Gelegenheitsfahrer geeignet.
BesserMitfahren.de bietet unkomplizierte, häufig auch spontane Mitfahrgelegenheiten – ganz ohne Gebühren oder Registrierung.
goFLUX wird in verschiedenen Städten und Unternehmen eingesetzt, um nachhaltige Mobilitätskonzepte zu fördern. Zusätzlich bietet die Plattform eine Rückfahrgarantie mit möglicher Entschädigung.

So funktioniert’s

Fahrerinnen und Fahrer tragen ihre geplanten Fahrten online ein. Interessierte Mitfahrerinnen und Mitfahrer können gezielt nach passenden Angeboten suchen. Die Kontaktaufnahme erfolgt direkt über Website oder App, Details wie Preis, Treffpunkt und Fahrtmodalitäten werden individuell vereinbart. Die Bezahlung erfolgt je nach Plattform bar oder per Online-Überweisung.

Sicherheit

Moderne Mitfahrportale wie BlaBlaCar setzen auf Bewertungen, Profilverifizierung und aussagekräftige Nutzerprofile mit Fotos.Teilweise ist eine zusätzliche Verifizierung – etwa über Ausweisdaten – möglich.
Spezielle Optionen wie „Ladies-Only-Fahrten“ bieten mehr Sicherheit für Frauen.
Viele Anbieter empfehlen öffentliche Treffpunkte wie Bahnhöfe oder bieten Live-Ortung während der Fahrt an.

Mitfahrportale - Gemeinsam günstiger unterwegs

Hier und heute 04.11.2025 09:14 Min. Verfügbar bis 04.11.2027 WDR

Versicherung

Fahrerin hat auf dem Seitenstreifen wegen einer Panne angehalten

Es ist zu Beachten, dass man als Mitfahrer nicht denselben Versicherungsschutz hat, wie bei gängigen Verkehrsmitteln.

In Deutschland sind Mitfahrgelegenheiten grundsätzlich nicht gesetzlich versichert, sofern es sich nicht um kommerzielle Fahrten handelt.
Der Versicherungsschutz entspricht dem privaten Gebrauch des Fahrzeugs – im Schadensfall haftet in der Regel die Kfz-Versicherung des Fahrers.
Mitfahrer sollten sich bewusst sein, dass eine Mitfahrt nicht denselben Versicherungsschutz bietet wie eine Taxi- oder Busfahrt.

Kosten und Umweltaspekte

Mitfahrgelegenheiten sind meist deutlich günstiger als Bahn oder Flugzeug. Durchschnittlich zahlen Mitfahrer etwa 5-7 Euro pro 100 Kilometer.
Durch die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen werden zudem CO₂-Emissionen reduziert – Mitfahrportale leisten damit einen wichtigen Beitrag zu nachhaltiger Mobilität.

Zukunftstrends

Mitfahrzentralen gewinnen zunehmend an Bedeutung – besonders angesichts steigender Spritpreise und eines wachsenden Umweltbewusstseins.
Neben klassischen Fahrgemeinschaften entstehen immer mehr digitale und nachhaltige Lösungen, etwa für den Transport von Möbeln oder Gepäck.
Für Pendlerinnen und Pendler bieten sich zunehmend regionale Plattformen wie Pendlerportal oder PENDLA an.