- Sendehinweis: Hier und heute | 11. August 2025, 16.15 - 18.00 Uhr | WDR
Welche Arten von Klimageräten es gibt
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen sogenannten Monoblöcken und Split-Geräten:
Monoblöcke können flexibel in der Wohnung platziert werden.
Monoblöcke sind mobile Geräte, die einfach an die Steckdose angeschlossen werden und flexibel in der Wohnung aufgestellt werden können. Die warme Luft wird über einen Abluftschlauch nach draußen geleitet – meist durch ein geöffnetes Fenster.
Split-Geräte bestehen aus zwei Teilen: einem fest installierten Innengerät, das kühle Luft in den Raum abgibt, und einem Außengerät, das die Wärme nach außen transportiert. Beide Teile sind fest miteinander verbunden und müssen fachgerecht montiert werden.
Klimageräte – Worauf es beim Kauf ankommt
Hier und heute. 11.08.2025. 07:15 Min.. Verfügbar bis 11.08.2027. WDR.
Vor- und Nachteile von Monoblöcke und Split-Geräten
Monoblöcke sind in der Anschaffung günstiger – meist liegen sie zwischen 500 und 800 Euro. Sie lassen sich ohne großen Aufwand sofort in Betrieb nehmen. Der Nachteil: Wird der Abluftschlauch durch ein geöffnetes Fenster geführt (was in der Regel der Fall ist), gelangt gleichzeitig warme Außenluft wieder in den Raum. Abhilfe schafft hier ein Wanddurchbruch, den ein Fachbetrieb vornehmen sollte.
Zudem sind viele Monoblöcke relativ laut, besonders günstige Modelle. Mit der Zeit können sich Schrauben lockern, der Ventilator beginnt zu vibrieren – was insbesondere nachts störend sein kann, erklärt Schmitz.
Split-Geräte sind in der Regel effizienter und kühlen Räume deutlich schneller. Eine Untersuchung der Stiftung Warentest zeigt: Während ein Monoblock etwa 30 bis 45 Minuten braucht, um einen 14-Quadratmeter-Raum von 30 auf 24 Grad zu kühlen, schafft ein Split-Gerät das in nur fünf Minuten.
Allerdings sind Split-Geräte auch teurer: Je nach Modell und baulichen Gegebenheiten liegen die Gesamtkosten inklusive Installation zwischen 2.000 und 5.000 Euro. Der Einbau muss immer von einem Fachbetrieb durchgeführt werden.
Was man außerdem beachten sollte
Weniger bekannt ist: Split-Geräte funktionieren vom Prinzip her wie eine Wärmepumpe. Dadurch ließen sie sich zum einen auch im Winter als Heizung nutzen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man dafür sogar eine staatliche Förderung erhalten – in Höhe von 30 bis 60 Prozent der Kosten, so Schmitz.
Die Installation des Splitsystems erfordert die Zustimmung des Vermieters.
Wichtig für Mieterinnen und Mieter: Wer ein Split-Gerät installieren oder ein Loch für den Abluftschlauch eines Monoblocks in die Außenwand bohren möchte, braucht dafür die Zustimmung des Vermieters. Bei Eigentümergemeinschaften muss in der Regel ebenfalls die Gemeinschaft zustimmen.
Achten sollte man vor dem Kauf auch darauf, dass das Gerät eine möglichst hohe Energieeffizienzklasse hat. Die reichen von A+++ bis D. Senken ließen sich die Stromkosten zudem durch einen aktiven Wärmeschutz, sagt Schmitz. Heißt: Vorhänge zu, Rollläden runter. Denn: „Je weniger Wärme reinkommt, desto weniger muss ich kühlen.“