Klimaanlage in einem Büro

Klimageräte – Worauf es beim Kauf ankommt

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Auch in Nordrhein-Westfalen nimmt die Zahl der Tage mit Temperaturen von über 30 Grad seit Jahren zu. Und die Nachfrage nach Klimageräten steigt. Worauf sollte man beim Kauf achten? Marc Schmitz von der Innung Sanitär Heizung Klima Köln gibt Tipps.

Welche Arten von Klimageräten es gibt

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen sogenannten Monoblöcken und Split-Geräten:

Ein kleiner Junge und seine Mutter in einer Wohnung vor einer mobilen Klimaanlage.

Monoblöcke können flexibel in der Wohnung platziert werden.

Monoblöcke sind mobile Geräte, die einfach an die Steckdose angeschlossen werden und flexibel in der Wohnung aufgestellt werden können. Die warme Luft wird über einen Abluftschlauch nach draußen geleitet – meist durch ein geöffnetes Fenster.

Split-Geräte bestehen aus zwei Teilen: einem fest installierten Innengerät, das kühle Luft in den Raum abgibt, und einem Außengerät, das die Wärme nach außen transportiert. Beide Teile sind fest miteinander verbunden und müssen fachgerecht montiert werden.

Klimageräte – Worauf es beim Kauf ankommt

Hier und heute 11.08.2025 07:15 Min. Verfügbar bis 11.08.2027 WDR

Vor- und Nachteile von Monoblöcke und Split-Geräten

Monoblöcke sind in der Anschaffung günstiger – meist liegen sie zwischen 500 und 800 Euro. Sie lassen sich ohne großen Aufwand sofort in Betrieb nehmen. Der Nachteil: Wird der Abluftschlauch durch ein geöffnetes Fenster geführt (was in der Regel der Fall ist), gelangt gleichzeitig warme Außenluft wieder in den Raum. Abhilfe schafft hier ein Wanddurchbruch, den ein Fachbetrieb vornehmen sollte.

Zudem sind viele Monoblöcke relativ laut, besonders günstige Modelle. Mit der Zeit können sich Schrauben lockern, der Ventilator beginnt zu vibrieren – was insbesondere nachts störend sein kann, erklärt Schmitz.

Split-Geräte sind in der Regel effizienter und kühlen Räume deutlich schneller. Eine Untersuchung der Stiftung Warentest zeigt: Während ein Monoblock etwa 30 bis 45 Minuten braucht, um einen 14-Quadratmeter-Raum von 30 auf 24 Grad zu kühlen, schafft ein Split-Gerät das in nur fünf Minuten.

Allerdings sind Split-Geräte auch teurer: Je nach Modell und baulichen Gegebenheiten liegen die Gesamtkosten inklusive Installation zwischen 2.000 und 5.000 Euro. Der Einbau muss immer von einem Fachbetrieb durchgeführt werden.

Was man außerdem beachten sollte

Weniger bekannt ist: Split-Geräte funktionieren vom Prinzip her wie eine Wärmepumpe. Dadurch ließen sie sich zum einen auch im Winter als Heizung nutzen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man dafür sogar eine staatliche Förderung erhalten – in Höhe von 30 bis 60 Prozent der Kosten, so Schmitz.

Klimagerät

Die Installation des Splitsystems erfordert die Zustimmung des Vermieters.

Wichtig für Mieterinnen und Mieter: Wer ein Split-Gerät installieren oder ein Loch für den Abluftschlauch eines Monoblocks in die Außenwand bohren möchte, braucht dafür die Zustimmung des Vermieters. Bei Eigentümergemeinschaften muss in der Regel ebenfalls die Gemeinschaft zustimmen.

Achten sollte man vor dem Kauf auch darauf, dass das Gerät eine möglichst hohe Energieeffizienzklasse hat. Die reichen von A+++ bis D. Senken ließen sich die Stromkosten zudem durch einen aktiven Wärmeschutz, sagt Schmitz. Heißt: Vorhänge zu, Rollläden runter. Denn: „Je weniger Wärme reinkommt, desto weniger muss ich kühlen.“