Bunte Blätter

Herbstneuheiten und Blattschmuck

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Für Pflanzenliebhaber ist der Herbst ein kleiner Frühling, sagt Markus Phlippen und stellt Neuheiten vor, die uns die dunkle Jahreszeit verschönern. 

Markus Phlippen stellt uns das großblütige Alpenveilchen vor, auch als persisches Alpenveilchen bekannt. Hier gibt es neuerdings die hübsche Sternform in der Blüte. „Eine ganz außergewöhnliche Doppelform“, sagt unser Gartenexperte. „Dadurch wirken die Blüten viel offener und schauen einen regelrecht an, wie man es sonst eher bei Primeln kennt.“ Kein Wunder: Alpenveilchen gehören zu den Primelgewächsen. Die neue Züchtung heißt „Illusia”.  

Neue persische Alpenveilchen mit einzigartigen, umgekehrten Blütenformen gibt es in Weiß, Rot, Dunkelrot, Pink. Bis Januar blühen sie zuverlässig mit vielen Blüten. Kaum eine andere Pflanze kann es in puncto Leuchtkraft mit den „Cyclamen persicum“ aufnehmen.  

Herbstneuheiten und Blattschmuck

Hier und heute 27.10.2025 07:11 Min. Verfügbar bis 27.10.2027 WDR

Mit diesen Tricks halten die Blüten länger: 

  • Besser ans Ost- und Westfenster statt ans Südfenster (direkte Sonne) stellen 
  • kühl hält sie besser (16 bis 18 °C, maximal 20 °C) 
  • Eine hohe Luftfeuchtigkeit von 50-70% unterstützt die Blütenentwicklung.  
  • Alpenveilchen immer von unten, z. B. in den Untersetzer, gießen, damit die Knospen nicht faulen.  
Nahaufnahme eines europäischen Alpenveilchens.

Cyclamen sind nicht winterhart.

Der botanische Name Cyclamen persicum weist auf die orientalische Herkunft hin. Die Wildformen stammen aus dem Vorderen Orient, der Türkei, Israel und Jordanien. Dementsprechend sind sie nicht winterhart. Maximal einen kurzen Nachtfrost von drei Grad minus halten sie aus. In ihrer Ursprungsheimat wachsen sie unter anderem in lichten Wäldern. Herunterfallendes Laub schützt sie gegen kurzen Frost. Einen natürlichen Frostschutz kann man auch selbst für den Korb vor dem Haus oder die Schale auf dem Friedhof anlegen z. B mit trockenem Herbstlaub. Einfach Laub sammeln und eine Handvoll darüber streuen, bevor es richtig kalt wird. Eichenlaub eignet sich besonders gut, da es kaum verrottet. Das ist die natürliche Gratisalternative für ein Frostschutz-Vlies. 

Farbige Blätter

Nandina

Nandina eignet sich aufgrund ihrer Farbe hervorragend, um Abwechslung in den Garten zu bringen.

Auch farbige Blätter verschönern uns die kommende dunkle Jahreszeit. Neu sind kleine Formen von „Nandina“ mit herrlich leuchtenden roten Blättern. Der deutsche Name Himmelsbambus oder Heiliger Bambus ist zwar verbreitet, aber irreführend. Denn mit Bambus hat die Pflanze nichts zu tun. Die kleine Form heißt „Nandina domestica“, „Compacta“ oder „Nana“.
Immer, wenn Pflanzen als „Compacta“ oder „Nana“ angeboten werden, handelt es sich um kleinwüchsige Züchtungen. Mit „Nandina“ können Sie im Kübel oder Beet schöne exotische Akzente setzen. Das leuchtende Rot passt gut zu herbstlichen Farben. „Nandina“ sind wunderbare Gehölze für Garten und Balkon oder auch für den Friedhof. Sie sind immergrün, einige blühen weiß und tragen attraktive rote Beeren, die oft bis in den Winter bleiben. Der Austrieb der Blätter ist zunächst rot und später frischgrün. Die Pflanzen vertragen Temperaturen bis -10 Grad.

Aus Zentralchina stammen die „Abelien“. Ihre Blüten sind wie kleine Glöckchen und locken auch spät im Jahr noch Hummeln an. Auch andere spätfliegende Insekten freuen sich über das Nektar-Angebot. Auch hier gibt es einen rötlichen Blattaustrieb, ähnlich wie bei „Nandina“. Beide ergänzen sich wunderbar. Markus Phlippen setzt sie in torffreie Erde. In diesem Fall empfiehlt er torffreie Balkonpflanzenerde.