- Sendehinweis: Hier und heute | 20. November 2025, 16.15 - 18.00 Uhr | WDR
Warum Gesellschaftsspiele so beliebt sind
Gesellschaftsspiele fördern das Miteinander.
Gesellschaftsspiele werden inzwischen auch über das ganze Jahr hinweg beliebter, sagt Boris Roskothen. „Der Großteil wird erst zur Weihnachtszeit wieder wach.“ Denn gerade in diesen Wochen finden es viele besonders schön und nehmen sich die Zeit, gemütlich gemeinsam am Tisch zu sitzen und ein Brettspiel zu spielen.
Hinzu kommt: „Interaktion mit anderen und gemeinsam Spaß haben – das funktioniert mit Gesellschaftsspielen einfach sehr gut“, sagt Boris Roskothen. Mit Blick auf Weihnachten beschäftigen sich natürlich auch mehr Menschen mit den aktuellen Gesellschaftsspielen, weil sie auf der Suche nach einem passenden Geschenk sind.
Was zudem viele an analogen Gesellschaftsspielen schätzen: „Viele von uns sitzen den ganzen Tag während der Arbeit vor dem Rechner“, sagt Roskothen. „Und dann sind sie froh, sich in ihrer Freizeit mit etwas zu beschäftigen, das eben nicht digital ist.“ Das sei auch der Grund, warum viele seiner Kunden die sogenannten Hybrid-Spiele ablehnen, bei denen ein Gesellschaftsspiel mit Apps kombiniert wird.
Was man aber auch sagen müsse: „Gesellschaftsspiele haben sich massiv verändert“, sagt Roskothen. Ob man erfolgreich sei – darüber entscheide nicht mehr das reine Würfelglück, sondern die passende Strategie.
Gesellschaftsspiele – Tipps für die Adventszeit
Hier und heute. 20.11.2025. 09:49 Min.. Verfügbar bis 20.11.2027. WDR.
Aktueller Trend: Kooperative Spiele
Bei der Art der Spiele zeige sich ein klarer Trend: „Es gibt immer mehr kooperative Spiele“, sagt Roskothen. Heißt: Spiele, bei denen man sich gemeinsam einer Herausforderung stellen muss. Oder aber, bei dem zwei Teams gegeneinander antreten. Was den Reiz dieser kooperativen Spiele ausmache: „Es entsteht viel mehr Kommunikation und Interaktion als bei anderen Spielen.“
Immer mehr Gesellschaftsspiele setzen auf kooperative Spielkonzepte.
Ein gutes Beispiel dafür sei das Kinderspiel „Schattenwald“. Dabei müssen zwei bis vier Spieler gemeinsam in einer zauberhaften Waldwelt Zutaten sammeln, tauschen und Aufgaben erfüllen. Was das Spiel zudem so spannend mache: „Es ist in Kapitel unterteilt, die aufeinander aufbauen“, sagt Roskothen. „Man möchte also wie bei Computerspielen immer ins nächste Level kommen.“
Weiteres Beispiel: „Magic Maze“. Dabei müssen die Spieler mit ihren Figuren gemeinsam den Weg aus einem Einkaufszentrum finden. Die Besonderheit: Jeder Spieler kann jeweils nur in eine Himmelsrichtung gehen. Und: Während die Sanduhr läuft, ist nur non-verbale Kommunikation erlaubt.
Das dritte Beispiel heißt „Take Time“ – bei dem die Spieler gemeinsam Karten von 1 bis 12 geschickt ablegen müssen. Das klinge zunächst simpel, sagt Roskothen. Mache aber insbesondere wegen des Teamgeists und der eingeschränkten Kommunikation unglaublich viel Spaß. Und auch bei diesem Spiel werde es mit jedem weiteren Level immer schwieriger.
Was er Spiele-Interessierten rät
Welches Spiel für einen persönlich das Beste sei – das sei eine sehr individuelle Sache. Für die einen sollte es schnell erklärt sein und nicht zu lange dauern. Andere hingegen wollten über Stunden in vielschichtige Spielwelten eintauchen. Die einen wollten ein rein analoges Spiel, andere welche mit Apps.
Und die Auswahl an Spielen sei inzwischen riesig. Bevor man sich ein neues Spiel kaufe oder eines verschenke, sollte man sich daher unbedingt beraten lassen, sagt Roskothen. So sei die Auszeichnung „Spiel des Jahres“ natürlich ein Zeichen für Qualität. Das heiße aber nicht, dass das Spiel auch für die jeweilige Person das richtige sei.