Hyazinthen

Frühlingsboten im Haus: Hyazinthen als erste Farbtupfer

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Die Sehnsucht nach Frühling wächst. In Supermärkten und Gartencentern strahlen einem derzeit besonders Hyazinthen entgegen – verführerisch bunt und ein echter Hingucker. Was man bei Hyazinthen beachten sollte, zeigt Gärtner Markus Phlippen.

Herkunft und Beliebtheit der Hyazinthen

Kaum eine andere Pflanze symbolisiert die Sehnsucht nach Frühling so sehr wie die Hyazinthe. Sie stammt aus dem Vorderen Orient, aus Regionen wie der Türkei, Syrien und Israel. In Europa wurde sie im 18. Jahrhundert populär, als durch Kreuzungen viele neue Farben entstanden. Verführerische Farben und ein intensiver Duft machten sie schnell zum Dauerhit.

Frühlingsbote Hyazinthe

Hier und heute 26.01.2026 08:05 Min. Verfügbar bis 26.01.2028 WDR

Duft: Geschmackssache

Weisse Hyazinthen

Dank ihres milden Geruchs eignet sich die Sorte White Pearl hervorragend für die Wohnung.

Beim Duft scheiden sich die Geister. Manche empfinden ihn als wunderbar, andere als zu intensiv. Für die Wohnung eignen sich eher schwach duftende Sorten wie White Pearl, Pink Pearl und Blue Pearl. Der starke Duft dient in der Natur dazu, Insekten anzulocken, die bei der Bestäubung helfen.

Hyazinthen im Glas: Wassertreiberei

Eine besonders elegante Form der Hyazinthenkultur ist die sogenannte Wassertreiberei im Hyazinthenglas. Im Handel gibt es dafür speziell vorbereitete Zwiebeln mit Kältebehandlung, gekennzeichnet mit dem Hinweis „zur Treiberei geeignet“. Alternativ können normale Zwiebeln zwei bis drei Wochen in einer Tüte im Kühlschrank gekühlt werden.

Hyazinthengläser sind sanduhrförmig, sodass die Zwiebel oben sicher aufsitzt. Der untere Teil wird mit Wasser gefüllt, das die Zwiebel nicht berühren darf, da sie sonst fault. Empfohlen wird abgekochtes Wasser sowie das Entfernen lockerer Zwiebelschalenreste.

Zum Vortreiben der Wurzeln werden die Gläser bei etwa 10 Grad dunkel und kühl aufgestellt. Das Wurzelwachstum kann vier bis sechs Wochen dauern. Sobald der Austrieb beginnt, kommen die Gläser ins warme Zimmer ans Tageslicht. Ein Hütchen schützt den Austrieb anfangs vor zu viel Licht und hebt sich später von selbst. Diese Methode ist auch für Kinder spannend, da sie beobachten können, wie aus einer Zwiebel eine ganze Pflanze entsteht – mit Blüten, Blättern und Wurzeln.

Blüte, Pflege und Weiterverwendung

Alternativ lassen sich Hyazinthen auch in einer flachen Schale mit steiniger Erde und optional etwas Moos dekorativ arrangieren. Die Zwiebeln werden dabei nur flach eingesetzt und sehr sparsam gegossen – ebenfalls mit abgekochtem, zimmerwarmem Leitungswasser. Wichtig ist, dass sie nicht im Wasser stehen.

Nach der Blüte im Garten

Ein Beutel Dünger

Tomatenerde eignet sich hervorragend als Dünger.

Nach dem Abblühen oder dem Wechsel der Deko kommen die Hyazinthen in den Gartenboden. Werden sie während der Blüte ausgepflanzt, können sie mit Tomatendünger in halber Konzentration gedüngt werden. Dieser enthält mehr Phosphor und Kalium, was die Blüte unterstützt und die Zwiebel für die Sommerpause stärkt.
Das grüne Laub bleibt stehen, bis es von selbst gelb und trocken wird – genauso wie bei Tulpen oder Osterglocken.