- Sendehinweis: Hier und heute | 6. Februar 2026, 16.15 - 18.00 Uhr | WDR
Hausarbeit, Chemikalien, Gartenarbeit oder häufiges Lackieren greifen die Nägel an und lassen sie brüchig werden. Verfärbungen, Rillen oder Flecken müssen nicht immer schlimm sein, könnten aber Hinweise auf Nährstoffmangel, Infekte oder andere gesundheitliche Probleme geben.
Fingernägel (und Fußnägel) können wirklich einiges über unseren Körper verraten. Viele Veränderungen sind harmlos, aber manchmal steckt auch ein ernsthafter Hinweis dahinter. Entscheidend ist, die Zeichen richtig zu deuten.
Verfärbungen
Weiße Flecken: meist völlig harmlos, wachsen einfach mit dem Nagel wieder raus.
Blaurote Flecken: entstehen oft durch kleine Verletzungen oder Stöße.
Gelblich oder dunkelbraun: kann ein Hinweis auf Nagelpilz oder bakterielle Infektion sein – besser abklären lassen.
Was unsere Fingernägel über die Gesundheit verraten mit Dr. Estefania Lang
Hier und heute. 06.02.2026. 14:17 Min.. Verfügbar bis 06.02.2028. WDR.
Rillen
Längsrillen: sehr häufig, meist harmlos, besonders bei älteren Menschen oder trockenen Nägeln.
Querrillen: entstehen, wenn das Nagelwachstum vorübergehend gestört war, z. B. nach einem Infekt oder Stress.
Brüchige Nägel
Häufiges Händewaschen kann zu brüchigen Nägeln führen.
Können durch häufiges Händewaschen oder Austrocknung entstehen. Manchmal steckt auch ein Nährstoffmangel dahinter, dann zeigen sich oft auch andere Zeichen wie Haarausfall oder rissige Mundwinkel.
Besondere Nagelformen
Uhrglasnägel: nach außen gewölbte Nägel, die auf Herz- oder Lungenerkrankungen hindeuten können.
Löffelnägel: Vertiefung in der Mitte – häufig ein Zeichen für Eisenmangel.
Übermäßig dicke Nägel: können auf Nagelpilz oder Durchblutungsstörungen hindeuten, manchmal auch einfach altersbedingt oder durch ständige mechanische Belastung.
Nagelpilz
Typisch ist, wenn sich der Nagel vom Nagelbett löst, bröckelig wird und gelblich oder bräunlich verfärbt ist. Je weiter der Pilz fortschreitet, desto eher ist eine ärztliche Behandlung nötig.
Wann zum Arzt?
- Bei festen, dunklen oder nicht wachsenden Verfärbungen
- Bei Verdacht auf Nagelpilz
- Bei ungewöhnlichen Form- oder Strukturveränderungen
Die richtige Nagelpflegeroutine
Wichtig ist, die Nägel senkrecht sowie in eine Richtung zu feilen.
Für eine gründliche Nagelpflegeroutine taucht man die Nägel zunächst für drei bis vier Minuten in Wasser ein, damit sie weicher werden. Anschließend werden die Nägel mit einem Nagelknipser oder einer kleinen Schere geschnitten – dabei ist wichtig, die Ecken stehen zu lassen und sie nicht rund zu schneiden, da an den Seiten sonst leicht Entzündungen entstehen können. Danach werden die Nägel senkrecht gefeilt, bevor eine Pflegecreme, idealerweise panthenolhaltig, sanft in Nägel und Nagelhaut einmassiert wird. Die Nagelhaut selbst sollte weder geschnitten noch nach hinten geschoben werden, da sie als gesunde Schutzbarriere vor Keimen dient. Für zusätzliche Pflege eignen sich siliciumhaltige Produkte, Harnstoffcremes oder sogar einfache Vaseline, da sie die Nägel rückfetten und geschmeidig halten.