- Sendehinweis: Hier und heute | 29. Dezember 2025, 16.15 - 18.00 Uhr | WDR
Das Deutschlandticket wird teuer: Statt bisher 58 Euro werden ab dem 1. Januar 63 Euro fällig. Wer das Deutschlandticket abonniert hat, musste der Preiserhöhung schon aktiv zustimmen, sonst läuft das Abo aus.
Höhere steuerfreie Einnahmen im Ehrenamt: Wer sich ehrenamtlich engagiert kann dafür ab 2026 höhere steuerfreie Entschädigungen bekommen. Die Übungsleiterpauschale für pädagogische, pflegerische und künstlerische Tätigkeiten steigt von derzeit 3000 Euro im Jahr auf 3300 Euro. Die Ehrenamtspauschale für alle anderen Tätigkeiten (z.B. Vorstandsarbeit) steigt von bisher 840 Euro auf 960 Euro.
Ausblick auf 2026 – Was sich finanziell ändert
Hier und heute. 29.12.2025. 06:11 Min.. Verfügbar bis 29.12.2027. WDR.
Gesetzliche Rente steigt: Wie jedes Jahr werden die Renten zum 1. Juli an die Lohnentwicklung angepasst. Wie stark die Renten steigen, wird erst im Frühjahr festgelegt, die aktuellen Prognosen deuten auf eine Rentenerhöhung von 3,7 Prozent hin, damit fällt die Steigerung ähnlich hoch aus wie im Jahr 2025 und deutlich höher als die Inflation von derzeit gut zwei Prozent. Rentnerinnen und Rentner können sich im Schnitt also mehr von ihrer Rente kaufen.
Die Teilnahme an der Aktivrente ist freiwillig.
Aktivrente kommt: Wer die gesetzliche Regelaltersgrenze erreicht hat, kann monatlich bis zu 2000 Euro steuerfrei dazuverdienen. Die Aktivrente gilt nicht für Selbständige, Beamte und Menschen, die nicht bis zum regulären Renteneintrittsalter arbeiten.
Geringere Mehrwertsteuer in der Gastronomie: Die Umsatzsteuer in der Gastronomie sinkt für Speisen dauerhaft auf sieben Prozent, bisher wurden 19 Prozent fällig.
Der Mindestlohn steigt: Statt bei derzeit 12,82 Euro liegt der Mindestlohn im neuen Jahr bei 13,90 Euro. Im Jahr 2027 soll er auch 14,60 Euro steigen. Damit steigt auch die Minijob-Verdienstgrenze von derzeit 556 Euro auf 603 Euro im Monat.
Pendlerpauschale steigt: Bisher können Pendler für die ersten 20 Kilometer zur Arbeit 30 Cent pro Kilometer von der Steuer absetzen (einfacher Weg), ab der 21. Kilometer sind es 38 Cent. Künftig sollen die 38 Cent bereits ab dem ersten Kilometer angegeben werden können. Nach Berechnungen des Finanzministeriums können bei einem Arbeitsweg von zehn Kilometern und einer Fünf-Tage-Woche rund 176 Euro zusätzliche Werbungskosten im Jahr angesammelt werden, bei 20 Kilometern etwa 352 Euro.
Entlastungen bei Energiekosten: Die 2022 eingeführte Gasspeicherumlage wird wieder gestrichen, davon profitieren auch Stromkunden, weil Strom teilweise mit Gas erzeugt wird. Eine Familie in einem Einfamilienhaus spart so rund 60 Euro im Jahr. Außerdem werden die Netzengelte beim Strom gesenkt. Ein Haushalt mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3500 kWh soll so bis zu 100 Euro im Jahr sparen. Was davon am Ende aber tatsächlich bei den Haushalten ankommt (und nicht in Preiserhöhungen an anderer Stelle untergeht), muss man sich im Einzelfall anschauen.
Steuerfreie Überstundenzuschläge: Überstundenzuschläge werden teilweise steuerfrei. Wichtig: Das gilt nur für Vollzeitbeschäftigte und steuerfrei sind auch nur die Zuschläge für Überstunden. Nicht der eigentliche Stundenlohn. Überstunden gehören für viele Menschen in Deutschland zum Alltag: Laut Vereinigter Lohnsteuerhilfe haben 2024 rund 4,6 Millionen Arbeitnehmer Überstunden geleistet – jährlich im Schnitt knapp 30 Stunden pro Kopf.
Weiterhin keine KFZ-Steuer für E-Autos: Eigentlich sollte die Steuerbefreiung 2026 wegfallen, die Regelung wurde jedoch verlängert: Reine E-Autos, die bis Ende 2030 erstmals zugelassen werden, sind bis Ende 2035 von der KFZ-Steuer befreit: Wer also zum Start ins neue Jahr ein E-Auto kauft, zahlt dafür fast zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer.
Die Familienkasse passt die Beiträge automatisch an.
Kindergeld und Kinderfreibetrag steigen: Das Kindergeld steigt 2026 von bisher 255 Euro je Monat auf dann 259 Euro. Außerdem erhöht sich der Kinderfreibetrag (von dem Besserverdiener profitieren). Statt wie bisher um 9600 Euro, verringert sich das zu versteuernde Einkommen um jährlich 9756 Euro.
Der digitale Führerschein soll Ende 2026 kommen. - Mütterrente für Erziehungszeiten vor 1992 geborener Kinder wird angehoben. - Käfighaltung von Legehennen ist ab 2026 in Deutschland endgültig verboten.