Ficus

Ficus – Pflanzengattung mit vielen Gesichtern

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Die Welt des Ficus ist groß. Es gibt altbekannte und neue Gesichter. Gärtner Markus Phlippen stellt die beliebte Zimmerpflanze vor und gibt Tipps zur Pflege.

Ficus benjamina – die Birkenfeige

Birkenfeige

Die Birkenfeige reagiert empfindlich auf Standortwechsel.

Die Birkenfeige ist besonders empfindlich gegenüber Standortwechseln. Schon kleine Veränderungen wie Zugluft, Temperaturschwankungen oder ein neuer Platz können dazu führen, dass sie Blätter abwirft. Ideal ist ein heller Standort ohne direkte Sonne. Gleichmäßige Feuchtigkeit ist wichtig, Staunässe hingegen schadet der Pflanze. Erst gießen, wenn die obersten 2 cm der Erde trocken sind, am besten mit abgestandenem Wasser.

Gedüngt wird von März bis Oktober alle zwei Wochen mit flüssigem Grünpflanzendünger, im Winter reicht einmal im Monat.

Besonders beliebt sind panaschierte Sorten wie Ficus benjamina "Variegata", die helle, freundliche Akzente setzen. Diese Pflanzen lassen sich bei hohen Decken und regelmäßigem Umtopfen sogar zu kleinen Zimmerbäumen heranziehen. Schnittverträglich sind alle Ficus-Arten, Vorsicht ist nur beim Milchsaft geboten, da dieser allergisch wirken kann – besonders bei Latexallergikern. Schildläuse können gelegentlich auftreten; naturverträgliche Mittel können helfen.

Ficus binnendijkii – die langblättrige Feige

Ficus binnendijkii beeindruckt mit schmalen Blättern, die 15–25 cm lang werden und der Pflanze eine elegante, weidenartige Silhouette verleihen. Sie kann bei guter Pflege problemlos bis zu 3 Meter hoch wachsen und eignet sich daher gut für Räume mit hohen Decken.

Auch diese Art ist schnittverträglich und benötigt einen hellen Standort, jedoch ohne pralle Sonne. Kleine Punkte am Blattrand sind keine Schädlinge, sondern natürliche Kristalle. So wirkt die Pflanze besonders lebendig und interessant. Mit regelmäßiger Pflege wird der Ficus binnendijkii zu einem eleganten, dekorativen Zimmerbaum.

Ficus lyrata – die Geigenfeige

Geigenfeige

Die Geigenfeige wächst eher langsam, kann aber mit der Zeit sehr groß werden.

Die Geigenfeige ist ein echter Blickfang durch ihre ungewöhnlich großen Blätter, die an eine Geige erinnern. Sie vermittelt als Zimmerbaum eine gewisse Gemütlichkeit und eignet sich ebenfalls für hohe Räume. Ficus lyrata ist sehr empfindlich gegenüber Veränderungen: Einmal eingerichteter Standort sollte möglichst nicht verändert werden. Sie bevorzugt helle, warme Plätze, direkte Sonne kann zu Blattverbrennungen führen. Man sollte erst umtopfen, wenn das Substrat vollständig durchwurzelt ist. Die Blätter regelmäßig vom Staub befreien und auf Schädlinge kontrollieren.

Ficus - eine Pflanzengattung mit vielen Gesichtern

Hier und heute 09.03.2026 08:21 Min. Verfügbar bis 09.03.2028 WDR

Ficus ginseng – der Bonsai-Ficus

Ficus Ginseng

Der Bonsai-Ficus braucht viel Feuchtigkeit.

Ficus ginseng ist eine beliebte Bonsai-Variante mit dicker, knotiger Wurzel, die wie ein uriger, alter Baum wirkt. Ursprünglich wächst die Art in tropischen Regionen sehr hoch, weltweit findet man sie auch als Straßenbaum. Auf der Fensterbank oder Terrasse ab 16 °C fühlt sie sich wohl. Regelmäßiger Formschnitt nach jeder Triebphase fördert eine schöne Verzweigung. Ficus ginseng benötigt eine hohe Luftfeuchtigkeit, regelmäßiges Einsprühen wird empfohlen. Direkte Sonne für einige Stunden täglich fördert kräftige Blätter, ein Austrocknen muss unbedingt vermieden werden.

Ficus pumila – der Kletterficus

Ficus pumila, auch Kletterficus oder Terrarien-Efeu genannt, ist eine kleinblättrige Pflanze. Sie wirkt graziler als ihre großen Verwandten und eignet sich hervorragend als Bodendecker bei großen Kübelpflanzen oder im Terrarium. Es gibt sie in verschiedenen Blattfarben. Die Pflanze klettert oder rankt nach unten, ist pflegeleicht und benötigt einen hellen Standort ohne direkte Sonne. Durch ihre Form fügt sie sich elegant in jede Pflanzengestaltung ein und kann Kombinationen mit anderen Ficus-Arten besonders dekorativ ergänzen.