Deutschlands Wintertraditionen  – Herrnhuter Sterne

Deutschlands Wintertraditionen  – Herrnhuter Sterne

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Im sächsischen Dreiländereck erlebt man ursprüngliche, heimelige Winterzeit und hier ist auch die Heimat der weltbekannten Herrnhuter Sterne.

Buntes Papier

Herrnhuter Sterne werden traditionell aus Papier oder Pappe hergestellt.

Herrnhut - Vor über 180 Jahren im Schoß der Herrnhuter Brüdergemeine entstanden, gilt der Herrnhuter Stern als Ursprung aller Weihnachtssterne. Anfang des 19. Jahrhunderts leuchtete der erste Stern aus Papier und Pappe in den Internatsstuben der Herrnhuter Brüdergemeine. Und, „ja“, es heißt Brüdergemeine, also ohne „n“ und betont das „Brüderliche“.

Ein Erzieher soll den Stern erdacht haben, um den Schülern im Mathematikunterricht ein besseres geometrisches Verständnis zu vermitteln. Fortan bastelten die Kinder am 1. Sonntag im Advent Ihre Sterne und trugen diesen Brauch in Ihre Familien.

Seinen Siegeszug rund um den Globus aber verdankt der Herrnhuter Stern dem unermüdlichen Buch- und Musikalienhändlers Pieter Hendrik Verbeek, der den ersten zusammensetzbaren Stern erfand. So wurde es möglich den Herrnhuter Stern in Serie zu produzieren und zu versenden.

Deutschlands Wintertraditionen  – Herrnhuter Sterne

Hier und heute 05:30 Min. Verfügbar bis 22.12.2027 WDR

Bis heute ist es eine schöne Tradition, die besinnliche Weihnachtszeit mit einem Herrnhuter Stern zu beginnen.

Übrigens: Aus den ersten mährischen Glaubensflüchtlingen ist heute eine weltweite protestantische Kirche mit selbständigen Provinzen in Afrika, Asien, Amerika und Europa entstanden. Außerhalb Deutschlands heißt sie auch „Moravian Church“ oder „Iglesia Morava“.

In Deutschland hat die Herrnhuter Brüdergemeine etwa 6.000 Mitglieder. Die Mehrzahl der weltweit etwa 1.040.500 Mitglieder jedoch lebt in Afrika, in Nord- und Mittelamerika und in der Karibik.