- Sendehinweis: Hier und heute | 13. April 2026, 16.15 - 18.00 Uhr | WDR
Schauen Sie zunächst, was im Kübel vom letzten Jahr brauchbar ist. Braune, vertrocknete oder abgestorbene Pflanzenteile entfernen, alte einjährige Pflanzen direkt mit Wurzeln rausziehen. Gab es Probleme mit Pilzen oder Schädlingen (z. B. Braunfäule), die Erde lieber komplett austauschen, da sich die Erreger darin halten können. Ansonsten reicht es, die dicken Wurzelreste auszusieben. Kleine, feine Wurzeln können bleiben – sie werden zersetzt und verbessern die Erde.
Das kann im Topf bleiben
Alles, was mehrjährig und robust ist, darf weiterhin im Kübel wachsen.
Dazu zählen zum Beispiel
- Kräuter und Obst wie Schnittlauch, Minze, Zitronenmelisse sowie Lavendel, Salbei und Thymian kommen in der Regel jedes Jahr wieder. Auch Erdbeeren lohnen sich, da sie oft im zweiten Jahr besser tragen.
- Der Japanische Ahorn kommt gut im Topf zurecht und wächst, je nach Platz, einfach langsamer und kompakter.
- Hortensien sind ebenfalls widerstandsfähig und bleiben gern dauerhaft im Kübel.
- Klassiker wie Oleander, Olivenbaum oder Feige sind auch geeignet, sollten aber erst raus, wenn es nachts nicht mehr kalt wird.
Bepflanzte Balkonkübel aufpeppen
Hier und heute. 13.04.2026. 07:26 Min.. Verfügbar bis 13.04.2028. WDR.
Pflanzen auffrischen
Zunächst sollten alle trockenen und abgestorbenen Pflanzenteile entfernt werden.
Bevor Sie die bestehenden Pflanzen wieder richtig einsetzen, sollten Sie ihnen etwas Pflege gönnen. Alles Trockene und Abgestorbene zunächst großzügig zurückschneiden.
Ist der Wurzelballen sehr dicht, lockert man ihn vorsichtig auf. Zu lange oder dicke Wurzeln kann man etwas kürzen, damit neue, feine Wurzeln nachwachsen. Kranke oder abgestorbene Wurzeln komplett entfernen. Außerdem ersetzt man etwa ein Drittel der alten Erde durch frische.
Torffreie Erde verwenden
Zur Auffrischung nachhaltige, torffreie Erde verwenden.
Wichtig ist, bei der Auffrischung der Erde torffreie Erde zu verwenden. Torf sollte unbedingt vermieden werden, da sein Abbau verheerende Folgen für die Umwelt hat: Hochmoore, die zu den ökologisch wertvollsten Lebensräumen zählen, werden dabei unwiederbringlich zerstört. Diese einzigartigen Ökosysteme sind nicht nur Heimat für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten, sondern spielen auch eine entscheidende Rolle im Klimaschutz, da sie große Mengen Kohlenstoff speichern. Zum Glück gibt es großartige Alternativen, die genauso gut funktionieren und dabei umweltfreundlich sind. Statt Torf können Kompost, Kokosfasern, Holzfasern oder auch Humus verwendet werden. Diese Materialien sind nachhaltig und tragen dazu bei, dass die Erde wieder nährstoffreich und locker wird – perfekt für eine erfolgreiche Gartensaison!