Drei Zimmer, Küche, Bad: Wie wird Wohnen wieder bezahlbar?

Presseclub 08.02.2026 56:03 Min. Verfügbar bis 08.02.2028 Das Erste

Drei Zimmer, Küche, Bad – Wie wird Wohnen wieder bezahlbar?

Die Herausforderung ist gigantisch: 1,4 Millionen Wohnungen fehlen in Deutschland. Im vorigen Jahr wurde sogar noch weniger Wohnraum geschaffen als in den Jahren zuvor. Wer ein Dach über dem Kopf hat, zieht nicht um, weil die neuen Mieten auch für gut Verdienende unbezahlbar sind. Darunter leidet auch die Mobilität auf dem Arbeitsmarkt. Die Wohnungsnot wird zur Belastung für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Politik unter Zugzwang

Die Bundesregierung setzt auf den „Bauturbo”, will mit kürzeren Genehmigungsfristen, Bürokratieabbau und reduzierten Standards für Tempo sorgen. Doch die konkreten Entscheidungen fallen in den Kommunen – und da prallen andere Interessen aufeinander: zwischen denen, die ihre Umgebung nicht verdichtet sehen wollen und denen, für die Wohnraum fehlt. Wie also lässt sich der Turbo wirklich zünden? Was kann die Politik leisten und welche Anreize stärken den privaten Wohnungsbau? Und wie können Mieter davor geschützt werden, auf dem knappen Markt immer höhere Preise zahlen zu müssen?

Transparenzhinweis:

Die ursprüngliche Grafik beinhaltete eine fehlerhafte Gegenüberstellung von relativem Anstieg von Inflation und kumuliertem Anstieg von Mietpreisen, was den irreführenden Eindruck erweckte, als seien Mietpreise stärker gestiegen als die Inflation. Tatsächlich verhält es sich jedoch mit Blick auf den Durchschnitt sämtlicher Mieten anders herum. Das im weiteren Verlauf des Presseclubs diskutierte Problem bezieht sich allerdings vorrangig auf Mieten in Ballungsräumen und Neuvermietungen, was in der Diskussion auch differenziert dargestellt wurde.

Stand: 06.02.2026, 14:09 Uhr