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MONITOR vom 05.02.2015

Atomskandal: Wie die Politik den Atomkonzernen den Weg zu Millionenklagen geebnet hat | Unschuldig gesucht: Wie Despoten das Fahndungssystem von Interpol missbrauchen | Undankbare Faulenzer? Die Debatte über Griechenland – und die Fakten | Corporate Publishing: Geheim-PR zwischen Bücher-Deckeln

Atomskandal: Wie die Politik den Atomkonzernen den Weg zu Millionenklagen geebnet hat

In seiner letzten Ausgabe hatte MONITOR aufgedeckt, wie ein von RWE bestellter Brief des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier dazu beigetragen hat, dass die Atomkonzerne heute rund 900 Millionen Euro Schadenersatz von Bund und Ländern fordern - wegen der vorübergehenden Stilllegung der sieben ältesten Atomkraftwerke nach der Atomkatastrophe in Fukushima. Neue MONITOR-Recherchen belegen nun, wie tief neben der hessischen Landesregierung auch die damalige Bundesregierung in den Skandal verstrickt ist: Kritische Stimmen aus den eigenen Fachabteilungen wurden kaltgestellt; Warnungen vor den finanziellen Risiken ignoriert. Damit habe die Politik den Atomkonzernen den Weg zu millionenschweren Klagen erst ermöglicht, kritisiert die Opposition.

Unschuldig gesucht: Wie Despoten das Fahndungssystem von Interpol missbrauchen

Wer von Interpol gesucht wird, gilt als besonders kriminell. Doch immer wieder geraten Unschuldige auf die internationale Fahndungsliste. Ein Grund: Despoten nutzen das internationale Fahndungssystem aus, um mit Hilfe fingierter Vorwürfe Oppositionelle zu verfolgen. Experten kritisieren: Das Kontrollsystem von Interpol kann solchen Missbrauch nicht zuverlässig erkennen und ausschließen.

Corporate Publishing: Geheim-PR zwischen Bücher-Deckeln

Das Medium Buch gilt als besonders glaubwürdig. Doch diese Glaubwürdigkeit wird nun erschüttert. Der Grund: Anders als in der Presse, müssen bezahlte Werbe-und PR-Botschaften in Büchern nicht als solche gekennzeichnet werden. Ein Schlupfloch, das nach MONITOR-Recherchen viele Unternehmen nutzen; gemeinsam mit renommierten Autoren und bekannten Verlagen. Bezahlte Geheim-PR: Je Zielgruppe mal in Sachbüchern versteckt, mal in Romanen oder sogar in Kinderbüchern.

Undankbare Faulenzer? Die Debatte über Griechenland – und die Fakten

Nach der Wahl in Griechenland geht ein Raunen durch Europa: Weil die neue Regierung sich gegen einen Teil der Sparauflagen stemmen will, werden Premierminister Tsipras und seine Regierung als politische Geisterfahrer bezeichnet, die Griechen als undankbar, das Land als unreformierbar. Zu viele Beamte, der Arbeitsmarkt verkrustet, kein Reformwille – so die Vorhaltungen aus der EU und auch aus Deutschland. Aber stimmt das alles? MONITOR macht den Faktencheck.

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