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Monitor vom 17.01.2019

Feinstaub durch Landwirtschaft: Seit Jahren verharmlost | Schwangere und Kranke abschieben: Wie Behörden die Rückführungsquote steigern | Machtkalkül statt Europäische Werte? Die dubiosen Partner deutscher Parteien in Osteuropa | Der Fall Oury Jalloh: Ermittlungen sollen ausbleiben

Feinstaub durch Landwirtschaft: Seit Jahren verharmlost

Wenn von Feinstaub die Rede ist, denken die meisten an vielbefahrene Straßen, Dieselautos oder belastete Innenstädte - weniger an ländliche Regionen, freie Felder oder Tierställe. Dabei ist die Landwirtschaft eine der größten Verursacher der mikroskopisch kleinen Teilchen, die Lungen, Herz und Kreislauf erheblich schädigen können. Fachleute kennen das Problem schon länger; von der Politik dagegen wird es seit Jahren ignoriert. Jetzt gibt es eine neue Studie, die deutlich macht, wie dringend Handlungsbedarf besteht.

Schwangere und Kranke abschieben: Wie Behörden die Rückführungsquote steigern

„Anti-Abschiebe-Industrie“ – das Unwort des Jahres 2018 steht auch für eine veränderte Haltung der deutschen Politik zur Abschiebepraxis. Die Behörden sollen Konsequenz und Härte demonstrieren. MONITOR-Recherchen zeigen die Kehrseite dieser Politik: Abschiebungen und Rückführungen trotz Risikoschwangerschaften und schwerer Krankheiten – nicht selten direkt aus dem Krankenhaus. Experten kritisieren einen Verstoß gegen humanitäre Grundsätze.

Machtkalkül statt Europäische Werte? Die dubiosen Partner deutscher Parteien in Osteuropa

Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, ein geeintes Europa – das sind die Slogans mit denen die deutschen Parteien in den Europawahlkampf ziehen. In Wahrheit haben Union, SPD und FDP allesamt fragwürdige Partner, mit denen sie auf EU-Ebene zusammenarbeiten und zu denen sie teils beste Verbindungen pflegen. MONITOR über die Scheinheiligkeit deutscher Parteien im EU-Wahlkampf.

Der Fall Oury Jalloh: Ermittlungen sollen ausbleiben

Der Fall Oury Jalloh ist einer der größten ungeklärten Justizskandale der deutschen Nachkriegsgeschichte. Der Asylbewerber aus Sierra Leone war im Jahr 2005 in einer Dessauer Polizeizelle unter mysteriösen Umständen verbrannt. Vor einem Jahr nahm der Fall eine spektakuläre Wende: Ermittler äußerten den Verdacht auf ein Tötungsdelikt. Doch die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg will den Fall endgültig zu den Akten legen. Die Begründung dafür halten Experten für abenteuerlich.

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