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Monitor vom 25.10.2018

Babylon Berlin: Die Lehren von Weimar | Extrem gewaltbereit: Kampfsport in der rechten Szene | Justizversagen: Warum verbrannte Amad A. in der JVA Kleve? [2. Fassung]

Babylon Berlin: Die Lehren von Weimar

Die ARD-Serie „Babylon Berlin“ zeigt die Weimarer Republik wenige Jahre vor Hitlers Machtergreifung. Aber schon 1929 sind die Zeichen unübersehbar: Der Faschismus macht sich auf den Straßen breit, die Gesellschaft radikalisiert sich, nationalistische Parteien gewinnen an Zulauf. Heute warnen viele davor, dass sich Geschichte wiederholen könnte: Rechtsradikale Gruppierungen sind auch 2018 wieder auf dem Vormarsch, die AfD wird zum Sammelbecken und zur parlamentarischen Stimme der Bewegung. Völkischer Nationalismus dringt bis in die Mitte der Gesellschaft vor. Lässt sich Weimar damals mit Berlin heute vergleichen?

Extrem gewaltbereit: Kampfsport in der rechten Szene

Boxen, Kickboxen, Mixed Martial Arts: Kampfsport ist im Trend – auch in der rechtsextremistischen Szene. Rechtsradikale Hooligans und Nazis rüsten sich bei Kampfsportevents und in Kampfsportstudios auch für den Kampf auf der Straße. Mit dem „Kampf der Nibelungen“ hat die rechte Szene inzwischen sogar ein eigenes, explizit rechtes Kampfsportevent. Die Gefahr wächst: Auf rechten Demonstrationen in Chemnitz und andernorts finden sich mittlerweile zahlreiche rechte Kampfsportler. Eine bedrohliche Entwicklung, die Politik und Behörden bislang kaum auf dem Schirm haben.

Justizversagen: Warum verbrannte Amad A. in der JVA Kleve?

Knapp zwei Monate saß der Syrer Amad A. in der JVA Kleve in Haft, bevor er Mitte September in seiner Zelle verbrannte. Gemeinsame Recherchen von MONITOR mit dem WDR-Magazin WESTPOL offenbaren jetzt neue Hinweise auf ein beispielloses Behördenversagen, das am Ende zum Tod eines möglicherweise suizidgefährdeten Flüchtlings führte, der völlig zu Unrecht eingesperrt wurde.

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