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Monitor vom 26.07.2018

Schwerkranke Kinder und Jugendliche: der unbekannte Pflegenotstand | Pflegenotstand absurd: kein Bleiberecht für ausländische Pflegekräfte | Abgeschoben aus Europa: das Schicksal der „Rückkehrer“

Schwerkranke Kinder und Jugendliche: der unbekannte Pflegenotstand

Deutschlands Pflegenotstand betrifft nicht nur alte Menschen. Auch immer mehr Kinder und Jugendliche gelten als pflegebedürftig. Ihre Zahl steigt seit Jahren, ohne dass Eltern angemessene Hilfe erhalten. Besonders im ambulanten Bereich finden Familien mit schwerkranken oder behinderten Kindern kaum eine Betreuung. Ein Notstand, der von der Politik kaum wahrgenommen wird: Jahrelang wurde der Bedarf unterschätzt, die Bezahlung der Pflegekräfte ist oft schlecht. Das Gesetz zur Reform der Pflegeberufe soll nun Abhilfe schaffen. Doch Fachleute fürchten: Es wird die Probleme weiter verschärfen.

Pflegenotstand absurd: kein Bleiberecht für ausländische Pflegekräfte

Zehntausende Pflegekräfte fehlen in Deutschland. Die Bundesregierung will deshalb vermehrt Pflegekräfte im Ausland anwerben. Gleichzeitig werden Flüchtlinge abgeschoben, die im Pflegebereich arbeiten oder einen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben. Ein Einwanderungsgesetz könnte diesen Missstand ändern – aber bis das in Kraft getreten ist, werden wohl weiter viele gut qualifizierte und integrierte Pflegekräfte das Land verlassen müssen. Ein Bleiberecht für Flüchtlinge, die in der Pflege arbeiten, könnte sofort Abhilfe schaffen. Aber dafür gibt es zurzeit keine politische Mehrheit.

Abgeschoben aus Europa: das Schicksal der „Rückkehrer“

Aus den Augen aus dem Sinn: Das Schicksal abgeschobener Flüchtlinge interessiert kaum jemanden in Deutschland. Dabei bedeutet Abschiebung für die meisten absolute Perspektivlosigkeit und Verzweiflung. Von ihren Familien verstoßen, als Verlierer abgestempelt, sind sie Heimatlose in ihrem eigenen Land. Viele versuchen als Tagelöhner wenigstens zu überleben. Einige sehen keinen anderen Ausweg mehr und wollen es wieder versuchen, auch wenn die Flucht ihr Leben kosten könnte. Shafagh Laghai war für MONITOR in Mali unterwegs.

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