MONITOR vom 05.03.2026 : Angriff auf Iran: Was ist der Plan?
Der Angriff der USA und Israels auf Iran wird mit zwei großen Zielen verbunden: mehr Sicherheit im Nahen Osten und der Sturz des Mullah-Regimes in Teheran. Was aber ist der Plan zum Erreichen dieser Ziele außer wochenlanger Luftangriffe? Fachleute haben Zweifel, ob es einen solchen Plan überhaupt gibt und erinnern an die erzwungenen Umstürze im Irak, in Afghanistan und in Libyen, die zu noch mehr Terror und Chaos geführt haben.
Von Herbert Kordes, Lisa Seemann
Dialogbox
Kommentieren [74]Georg Restle: "Der Krieg gegen Iran als smartes Videospiel – sauber, präzise, zynisch. Dieses Video wurde gestern vom Weißen Haus veröffentlicht. Die Realität sieht dagegen ganz anders aus: Zerstörte Häuser oder Schulen. Auch dieser Krieg trifft die Zivilbevölkerung. Hallo und willkommen bei MONITOR.
Ja, gerade mal fünf Tage ist dieser Krieg alt, und hat jetzt schon eine breite Spur der Verwüstung hinter sich gelassen, im Iran, im Libanon,- in der gesamten Region. Mehr als 4.000 zivile Gebäude sind nach Angaben des Roten Halbmonds allein in Iran bei den Angriffen zerstört worden. Und das soll nur der Anfang sein, jedenfalls, wenn man den martialischen Auftritten des US-Kriegsministers zuhört."
Pete Hegseth, US-Kriegsminister, (Übersetzung MONITOR): "Ich stehe heute hier mit einer unmissverständlichen Botschaft über die Operation "Epic Fury". Amerika siegt, entschlossen, vernichtend und gnadenlos."
Georg Restle: "Ein gnadenloser Krieg? Die Frage ist nur, mit welchem Ziel? Fünf Tage nach Kriegsbeginn ist immer noch nicht klar, was Donald Trump und seine Regierung mit diesem Krieg eigentlich bezwecken wollen. Ein Regimewechsel? So jedenfalls klang das noch vor vier Tagen."
Donald Trump (28.02.2026), US-Präsident (Übersetzung MONITOR): "Ich rufe alle iranischen Patrioten, die sich nach Freiheit sehnen dazu auf, diesen Moment zu ergreifen. Mutig, kühn und heldenhaft zu sein und ihr Land zurückzuerobern. Amerika steht an eurer Seite. Ich habe euch ein Versprechen gegeben und dieses Versprechen gehalten. Der Rest wird von euch abhängen."
Georg Restle: "Ein großes Versprechen. Für die Opposition in Iran klang das nach Hoffnung. Und auch hier in Deutschland feierten einige den US-Präsidenten dafür, das Mullah-Regime zu enthaupten. Doch von einem Regime-Change will die US-Regierung heute nicht mehr sprechen."
Pete Hegseth, US-Kriegsminister, (Übersetzung MONITOR): "Das ist kein Regime-Wechsel-Krieg, aber das Regime hat sich verändert. Und das ist gut für die Welt."
Georg Restle: "Und längst rätselt die Welt, welchen Plan verfolgen die Regierungen Israels und der USA eigentlich? Und vor allem, was bedeutet das für die Bevölkerung in Iran und für die Sicherheit der Region? Da lohnt sich dann doch mal ein Rückblick auf all die Kriege, in denen es genau darum gehen sollte: um einen Regimewechsel, die Vernichtung angeblicher Massenvernichtungswaffen, um Frieden, Freiheit, Sicherheit. Um hehre Pläne also, und was am Ende tatsächlich daraus wurde. Herbert Kordes und Lisa Seemann."
Seit Tagen Raketenbeschuss auf Iran. Zerstörte Gebäude und Militäranlagen, tote Zivilisten. Ayatollah Ali Chamenei und führende Mitglieder der iranischen Führungsriege: ausgeschaltet. Trauernde Menschen hier und Jubelbilder dort: von Menschen, die den Tod des Ayatollahs feiern. Menschen, denen US-Präsident Trump ein Versprechen gegeben hat:
Donald Trump (28.02.2026), US-Präsident (Übersetzung MONITOR): "Dem stolzen iranischen Volk sage ich heute Abend: Die Stunde eurer Freiheit ist gekommen. Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung. Sie wird euch gehören!"
Regimewechsel, Freiheit, Demokratie. Es ist ein Versprechen, das bekannt klingt. Nicht nur von Donald Trump. Auch seine Vorgänger zogen in den Krieg und versprachen Freiheit und Demokratie; ob im Irak, in Libyen oder in Afghanistan. Beispiel, Irak: Am 20. März 2003 greifen US-Truppen den Irak von Diktator Saddam Hussein an. Auch damals sollte ein Regime gestürzt werden, auch damals begründet mit der Gefahr von Massenvernichtungswaffen, die es im Irak nicht gab. Und auch damals machte ein US-Präsident den Menschen ein großes Versprechen:
George W. Bush (17.3.2003), damaliger US-Präsident (Übersetzung MONITOR): "Wir werden den Terrorapparat zerschlagen und Ihnen helfen, einen neuen, wohlhabenden und freien Irak aufzubauen."
Doch auf den Sturz des Diktators Saddam Hussein folgte Chaos. „Mission accomplished“ – Mission erfüllt – ohne einen Plan für eine Friedensordnung. Die US-Truppen hinterließen ein Land, in dem sich der Terror des IS breitmachen konnte.
Prof. Nicole Deitelhoff, Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung: "Also insgesamt muss man sagen, dass diese Intervention im Irak 2003 zur Destabilisierung der gesamten Region damals beigetragen hat. Und zum Wachstum eigentlich auch von terroristischen Strukturen im Kontext des Islamischen Staates, aber auch anderer terroristischer Gruppierungen."
Destabilisierung, Terror, Bürgerkrieg. Zweites Beispiel, Libyen: Ab dem 19. März 2011 greift eine internationale Koalition unter US-Führung Libyen an – sogar mit UN-Mandat. Auch damals ging es angeblich um den Schutz von Menschen, die für Demokratie und Menschenrechte demonstriert hatten. Auch hier wurde mit Muammar al-Gaddafi ein Diktator gestürzt. Und auch damals weckte ein US-Präsident große Hoffnungen:
Barack Obama (22.8.2011), damaliger US-Präsident: "So viel ist klar, das Gaddafi-Regime geht zu Ende und die Zukunft Libyens liegt in den Händen seines Volkes. Das Libyen, das ihr verdient, ist zum Greifen nah!"
Einen langfristigen Plan? Den gab es auch damals nicht. Das Land versank im Bürgerkrieg. Rivalisierende Milizen und zwei Regierungen, die bis heute um die Macht kämpfen – und um den Ölreichtum des Landes. Droht das auch in Iran?
Daniel Gerlach, Nahost-Experte, Candid Foundation: "Also so ein Regimesturz ist besonders heikel und besonders riskant in einem ressourcenreichen Land wie Libyen. Und das konnte man sehr gut sehen, denn der Kampf um die Macht, der Kampf um die Staatsmacht ist ein Kampf um die Ressourcen, Zugriff auf Geld, die Ölressourcen des Landes. Und das facht natürlich Bürgerkrieg an – und in einem solchen Land ist es unter Umständen noch viel, viel schwieriger, demokratische Machtteilung zu erwirken, wenn es so ein Machtvakuum gibt. Und das hat man in Libyen sehr dramatisch gesehen."
Machtvakuum, Bürgerkrieg Unterdrückung der Zivilbevölkerung. Drittes Beispiel: Afghanistan: Ab dem 7. Oktober 2001 greifen amerikanische Kampfjets die Hauptstadt Kabul an. Was mit dem Kampf gegen das Terrornetzwerk von 9/11 begann, wurde zu einem der längsten Auslandseinsätze überhaupt, auch für die Bundeswehr. Und auch damals hieß es:
George W. Bush (07.10.2001), damaliger US-Präsident (Übersetzung MONITOR): "Wir verteidigen nicht nur unsere kostbare Freiheit, sondern auch die Freiheit aller Völker, frei von Angst zu leben und ihre Kinder frei zu erziehen."
Auf das große Versprechen folgte 2021 ein hastiger und planloser Rückzug der USA und ihrer Alliierten. Heute herrschen wieder die Feinde der Freiheit – die Taliban. Ein Desaster für den Westen, eine Katastrophe vor allem für die Frauen im Land: Unterdrückt, entrechtet, unter den Schleier gezwungen.
Prof. Nicole Deitelhoff, Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung: "Wir sind eigentlich wieder zurück im Zeitpunkt Anfang der Zweitausender Jahre, bevor es zu dieser Intervention gekommen ist. Und wir müssen wirklich sagen, dass zwei Jahrzehnte Versuch von Regime-Change vollkommen fehlgeschlagen sind."
Drei Militärinterventionen mit verheerenden Folgen: in Afghanistan herrscht ein islamistisches Unrechtsregime, im Irak erstarkten islamistische Terroristen, in Libyen wurde ein Bürgerkrieg entfacht, der immer noch schwelt. Droht ähnliches jetzt auch in Iran? Die USA müssten es eigentlich wissen, sagen Fachleute.
Daniel Gerlach, Nahost-Experte, Candid Foundation: "Demokraten und Republikaner haben in den letzten Jahren immer wieder gesagt, bewaffnete Regimewechsel bringen nichts, wir sollten keine kriegerischen Abenteuer irgendwo auf der Welt führen. Und trotzdem gibt es solche Momente, wo der Chef sagt, jetzt müssen wir aber eine Ausnahme machen, jetzt müssen wir einen Krieg führen. Und der ist auch bald vorbei, und wir kriegen das schnell hin, ihr werdet schon sehen. Und es gibt eine kritische Masse, die bereit ist, ihm zu folgen."
Weltweit wollen die Gegner des Mullah-Regimes die Hoffnung nicht aufgeben. Auf einen Regimewechsel von unten und ein Land, in dem sie selbstbestimmt leben können. Einige setzen dabei auf ihn, Reza Pahlavi, den Sohn des früheren Schahs. Ali Vaez ist Nahost-Experte, in Iran geboren. Er würde diese Hoffnung gerne teilen, aber die Skepsis überwiegt.
Ali Vaez, International Crisis Group (Übersetzung MONITOR): "Es ist unvernünftig, von einfachen Bürgern oder Exilführern, die seit Jahrzehnten keinen Fuß mehr in den Iran gesetzt haben zu erwarten, dass sie das Land zusammenhalten können. Es ist schwer, optimistisch in die Zukunft zu blicken, angesichts einer Regierung, die ohne Plan in diesen Krieg gezogen ist, und eines iranischen Regimes, das lieber eine Spur der Verwüstung hinterlässt, anstatt zu kapitulieren und das Land wieder auf den richtigen Weg zu bringen."
Welches Ziel die US-Regierung in Iran verfolgt, ist selbst für Experten völlig unklar. Nur eins scheint klar, der Preis wird hoch sein – unkalkulierbar hoch.
Stand: 06.03.2026, 15:00 Uhr
74 Kommentare
Kommentar 74: Will endlich Frieden! schreibt am 24.03.2026, 11:30 Uhr :
Einige unserer Politiker wirken auf mich wie Don Quichotte auf seiner Rosalie. Sie verweigern sich aus ideologischen Gründen (teils US-Anweisung), wegen der kriegerischen Ukraine (früherer Sowjetstaatgegner) Gas/Öl aus Russland zu importieren. Verbieten AKW. Ließen ohne Murren die Infrastruktur-Pipeline Nordstream sprengen, machten Deutschland vom umweltschädlichen US-Frackinggas abhängig. Sie bereisten Nahoststaaten um dort Gas/Ölersatz zu kaufen. Quälen uns wegen ihres Kriegswillens gegen Russen. Wir erleiden Besitzstandeinbußen um derer Krieg zu finanzieren. Ziehen uns mit in den Krieg. Die USA greift mit Wissen dass die Straße von Hormus gesperrt werden wird den Iran an. Die Gas-, Öltankstelle Naher Osten ist nicht mehr nutzbar. Unsere Eliten drohen in Kürze keinerlei Importe aus Russland mehr zu tätigen. Ihnen ist es denkbar egal dass Russland aufgrund solcher Androhung schon morgen alle Zulieferungen an uns sperren könnte. Wir im Volk sind nur noch ohnmächtige Schachfiguren.
Kommentar 23: Bernd schreibt am 09.03.2026, 12:29 Uhr :
Die Hetze gegen Mitmenschen, die Volksverhetzungen, die Kriegsführungen werden täglich schlimmer. Heute lese ich in einer sogenannten „Qualitätszeitung“ unserer „Westlichen Wertegemeinschaft“ eine diskriminierende Hetze gegen einen AfD-Politiker, denkbar aufgrund dessen geringere Körpergröße. „Kampfzwerg“ wird er genannt. Die Medien in Deutschland werden geschätzt fast zu einhundert Prozent von ideologisch grün-68er gesinnten Politjournalisten beherrscht. Gerade aus der politisch grün-68er Szene werden wir in der Allgemeinbevölkerung permanent ermahnt Mitmenschen nicht abzuwerten, auszugrenzen. Erst recht nicht aufgrund körperliche Merkmale wie z.B. Körpergröße, Hautfarbe, oder sexuelle Neigung, religiösen Glaubens sowie Einstellung zur Politik. Doch für mich sichtbar wird gerade aus der Grün-68er Ideologie heraus am stärksten gegen Mitmenschen gehetzt, Kriegsführungen befürwortet. Sowie derzeitig erkenne ich bei vielen Grün-68ern Verständnis für den US-Angriffskrieg gegen Iran.
Kommentar 13: Mag keine Kriege schreibt am 06.03.2026, 13:59 Uhr :
Aussagen dass unsere „Westliche Wertegemeinschaft“ (im Grunde NATO-Gemeinschaft) für mehr Sicherheit sorgt sind Lügen. Real ist je stärker unsere Staatsgemeinschaft sich in innere Angelegenheiten anderer Länder durch inszenieren von Staatsstreiche/Putsche, Revolutionen, Kriege einmischt so kriegerischer wird die Erdgemeinschaft. Nun wieder der völkerrechtswidrige Angriffskrieg gegen den Iran seitens USA und sein Kolonie-Staat Israel. Das auch durch diesen Angriffskrieg unpolitische Menschen sterben, so wie in der denkbar seitens USA gesprengten Mädchenschule mit der Folge von Hunderten gestorbenen jungen Menschen, das scheint den Eliten der USA/Israel gleichgültig zu sehen sein. Und die für mich sichtbar US-Tramp-Unterwürfigen in Westeuropa, welche vorher den Trump hässlich verunglimpften? Sie erkennen nicht dass Völkerrechtswidrige an diesem Angriffskrieg, sie bieten sich dem Trump zum Mitmachen an. Staaten welche sich ans Völkerrecht halten (Spanien) werden per Sanktionen bestraft.
Kommentar 11: Blödsinn ! schreibt am 06.03.2026, 10:39 Uhr :
Jedes Terrorregime , jede Bombe, jede Rakete, , in "Nahost bedroht Israel .uns und den freien Rest der Welt, da können die dt. linken Apologeten , der Staatsfunk, das Trampolinchen sich noch so sehr aufs "Volkerrecht" absurd berufen ! Das Völkerrecht schützt keine Terrorregime, die die Welt latent bedrohen , um sie islamistisch zu unterwerfen !
Kommentar 10: Rainer Hohn schreibt am 06.03.2026, 08:55 Uhr :
Erschreckend wieviel Maga Anhänger gegen Krieg sind.
Kommentar 9: Aga Bellwald schreibt am 05.03.2026, 22:20 Uhr :
US und Israel produzieren gerade die neue Generation von Terroristen. Und ein unglaubliches Chaos. Nur eine Frage der Zeit. Ich hoffe, daß ich mich täusche.
Kommentar 8: Sonja Kies schreibt am 05.03.2026, 22:17 Uhr :
Guten Abend zusammen, ich danke ihnen sehr für ihre heutige Sendung. Die Haltung der Bundesregierung zum Krieg gegen Palästina und dem Iran ist unerträglich. Sehr gut, dass sie eine andere Sichtweise ermöglichen. Viele Grüße, Sonja Kies
Kommentar 7: S. Schaub schreibt am 05.03.2026, 22:14 Uhr :
Danke. Sie haben viele Fragen beantwortet, die ich mir in diesen traurigen Tagen auch gestellt habe. Leider machen Ihre Antworten fassungslos, fast ohnmächtig. Wohin steuert unser kleiner kostbarer Planet und ist der bevorstehende Verfall überhaupt noch aufhaltbar?
Kommentar 6: Daniel schreibt am 05.03.2026, 22:13 Uhr :
Ich hätte mir genau so deutliche Worte zu den Angriffen des Iran auf auf die anderen Länder der Region gewünscht. Der Iran in den vergangenen vier Tagen mehr muslimische Länder angegriffen als Israel in den letzten 78 Jahren. Die Türkei - immerhin Nato-Mitglied. Protest? Fehlanzeige. Dabei wäre die Türkei nach Israel, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Bahrain, Kuwait, Jordanien, Irak, Oman, Syrien und dem Libanon mindestens das zwölfte Land. Aber nein es ging nur wieder um die böse USA. Einseitiger geht Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wirklich nicht mehr.
Kommentar 5: Friedemann Schaal schreibt am 05.03.2026, 21:40 Uhr :
Bei der Frage "Was..." spielt u.a. auch die Frage "Von wem ist der Plan" mit. Rubios Aussage, man habe vom Angriffsplan der Israelis gewusst und deren Attacke hätte sofort zu iranischen Angriffen* auf die amerikanischen Truppen im Nahen Osten geführt, lässt erkennen, dass die US-KriegsEntscheidung an Netanjahu abgetreten wurde - und nicht einmal spontan, denn schon am 17/18.Juni 2025 wurde mit der Verlegung von US‑Kampfjets... über das Mittelmeer Richtung Osten begonnen. Ab Ende Jan.26 erfolgten die KriegsVorbereitungen in zeitlicher Verdichtung (CarrierStrikeGroups3+12 ...). Einen derartigen Aufwand betreibt man kaum ohne festen Willen zum Krieg. Nebenbei: Falls sich bewahrheiten sollte, was ich ohne große Konzentration in der Nacht auf Mittwoch bei SRF beim Surfen in der Schweiz gelandet) gehört zu haben glauben, dann war der Iran zu weitgehenden Zugeständnissen** kurz vor dem Angriff bereit. Musste der also schnell stattfinden, um seine nukleare Rechtfertigung nicht zu verlieren?
Kommentar 4: Friedemann Schaal schreibt am 05.03.2026, 21:35 Uhr :
Der Plan im Vorgehen hängt vom Plan des zu Erreichenden/Ziel ab. "Mehr Sicherheit im Nahen Osten" konnte man selbst mit dem militärisch vollständigen Sieg über den Irak nicht bewirken. Warum sollte also hier alles besser werden, wenn man nur mit LuftSchlägen vorgeht und keine BodenTruppen einzusetzen beabsichtigt? Dies steigert zudem den Fanatismus, der (laut n-tv) bei Chameneis Sohn (wahrscheinlicher Nachfolger) stärker ausgeprägt sein soll als bei ihm. Wenn also vor dem Krieg absehbar war, dass ein schnelles, erfolgreiches Durchziehen des Konflikts kaum möglich ist, liegen die Ziele möglicherweise in den daraus erwartbar resultierenden Folgen : Öl- und GasVerknappung und damit -Verteuerung mit größeren Problemen für Asien (speziell China), Erhöhung der Abhängigkeit vom Öl- und GasExporteur USA, vielleicht auch Generierung von Unzufriedenheit durch wirtschaftliche Schwierigkeiten zur Förderung von rechtsextremen Parteien in Demokratien ...