Berichte aus Südafrika deuteten zunächst darauf hin, dass die Omikron-Variante für Kinder besonders gefährlich sein könnte. Nach neuen Erkenntnissen bestätigt sich dieser Verdacht nun aber offenbar nicht.
Im NDR-Podcast "Coronavirus-Update" vom 5. Dezember bezeichnete Virologe Christian Drosten die südafrikanischen Zahlen zu schweren Krankheitsverläufen bei Kindern noch als "besorgniserregend". Er sprach von Berichten, die nahelegen würden, dass bei Kindern zwischen etwa null und fünf Jahren "in überproportionalem Maße die Krankenhaus-Aufnahme-Rate wegen Covid angestiegen ist mit Beginn der Omikron-Durchseuchung".
Quellen
Mitte Dezember verkündete Kinder-Mediziner Jörg Dötsch dann allerdings, dass sich die wissenschaftliche Einschätzung geändert habe. Der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik Köln sagte in der "Aktuellen Stunde" im WDR: "Wir wissen glücklicherweise, dass die anfängliche Sorge, Omikron könnte bei den Kindern schwerer verlaufen, nicht stimmt. Die südafrikanischen Daten wurden erneut ausgewertet und haben gezeigt, dass keine wesentlich schwereren Verläufe gegenüber der Delta-Variante auftreten."
Wie gefährlich die Omikron-Variante für kleine Kinder tatsächlich ist, wird man erst in den kommenden Wochen besser sagen können. Die Studienlage dazu sei noch unklar, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) Mitte Januar.
Über dieses Thema berichteten am 16.12.2021 auch das "Morgenecho" bei WDR 5.
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