Seit Mitte Januar empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) auch für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren eine Auffrischungsimpfung nach ihrer Grundimmunisierung gegen das Coronavirus. Den sogenannten "Booster" sollen sie - wie Erwachsene - frühestens drei Monate nach ihrer letzten Impfung bekommen.
Das Land Nordrhein-Westfalen hatte bereits zuvor ermöglicht, dass sich Jugendliche von Impfstellen und mobilen Impfteams boostern lassen. Ebenso war dies in Arztpraxen möglich.
Das Bundesgesundheitsministerium hatte zudem klargestellt, dass Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren auch ohne Stiko-Empfehlung einen Anspruch auf eine Booster-Impfung haben. Abgesichert wird dieser Anspruch dadurch, dass der Bund auch bei Kindern und Jugendlichen im Falle von Impfschäden einen Versorgungsanspruch garantiert - sofern ein für diese Personengruppe zugelassener mRNA-Impfstoff verwendet wurde. Für Jugendliche komme dabei vor allem der Biontech-Impfstoff in Frage. Moderna solle weiterhin erst ab 30 Jahren verabreicht werden.
Ein Grund für die anfängliche Zurückhaltung der Stikowar, dass das Immunsystem von Jugendlichen oft noch etwas aktiver ist und Studien gezeigt haben, dass sie nach einer Impfung oder Infektion häufig höhere Antikörperkonzentrationen aufweisen als Erwachsene. Außerdem werden sie selten schwer krank.
Über dieses Thema berichtete am 28.12.2021 auch das "Morgenecho" bei WDR 5.