Ihre Fragen: Warum sollen wir uns nun doch schon nach drei Monaten boostern lassen?

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Wir beantworten Ihre Fragen zur Corona-Impfung. Hier: Warum sollen wir uns nun doch schon nach drei Monaten boostern lassen?

Zuerst hieß es, nach zwei Impfungen sei man dauerhaft gegen das Coronavirus geschützt. Dann kam die Empfehlung, sich ein halbes Jahr nach der zweiten Impfung "boostern" zu lassen. Mittlerweile empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) die Auffrischungsimpfung bereits drei Monate nach dem zweiten Piks. Wieso wurde die empfohlene Zeit bis zur Boosterimpfung noch einmal verkürzt?

Dazu ist wichtig zu verstehen, dass die Empfehlung der Stiko einen Mindestabstand zwischen der zweiten und der Auffrischungsimpfung beschreibt. Das ist der Mindestabstand, den auch die EMA für die Boosterimpfung empfohlen hat, wenn es die Infektionslage erfordert.

Denn ab diesem Zeitpunkt beginnt die Zahl der Antikörper im menschlichen Körper abzufallen. Das heißt, dass dann auch der Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus oder vor einem schweren Verlauf nach einer Ansteckung allmählich abnimmt. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass schon nach drei Monaten ein sogenannter Booster-Effekt erreicht wird.

Die Stiko will wegen der anrollenden Omikron-Welle diesen Mindestabstand auch ausschöpfen. Man möchte damit erreichen, dass möglichst viele Menschen besonders gut gegen schwere Krankheitsverläufe geschützt sind. Und man hofft, dass die frische Boosterimpfung Ansteckungen zumindest unwahrscheinlicher macht, damit sich nicht so viele Menschen gleichzeitig anstecken und das Virus weiterverbreiten.

Über dieses Thema berichtete am 27.12.2021 auch das "Morgenecho" bei WDR 5.

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