Geht doch: Weniger Andrang in den NRW-Schneegebieten

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Der Andrang auf die Schneegebiete in NRW war dieses Wochenende deutlich geringer. Vereinzelt aber drohte die Lage in der Eifel am Sonntag außer Kontrolle zu geraten.

Schnee, Schnee und nochmal Schnee – aber ein Ansturm auf die Ski- und Rodelregionen in NRW wie am Wochenende zuvor blieb diesmal aus. "Die Appelle scheinen Wirkung zu zeigen", sagte Sebastian Held, Sprecher der Polizei im Hochsauerlandkreis. Am Samstag waren die Parkplätze rund um Winterberg gut gefüllt, aber nie überfüllt. Die Polizei registrierte auch nur 36 Verstöße gegen Auflagen.

Am Sonntag setzte sich die vergleichsweise entspannte Situation in vielen Schneegebieten zwar weitgehend fort – in der Eifel waren einzelne Parkplätze aber stark ausgelastet. In Richtung Nordeifel staute sich teils der Verkehr.

Vereinzelt überfüllte Parkplätze in der Eifel

Polizei und Ordnungsamt waren am Michelsberg nahe Bad Münstereifel im Einsatz, wohin viele Menschen zum Rodeln in die verschneite Landschaft gekommen waren. Augenzeugen sprachen von überfüllten Parkplätzen auch nahe des Radioteleskops Effelsberg. Ebenso hätten etliche Besucher in Blankenheim winterliche Verhältnisse genießen wollen, hieß es. Anzeigen wurden nicht gestellt. Insgesamt sei die Lage aber sehr gut beherrschbar gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Sauerland: Wintergäste verteilten sich auf viele Orte

Auch im Sauerland blieb der große Andrang aus. Dort waren am Sonntag einige Wanderparkplätze gut gefüllt, auch im Skigebiet Wildewiese gab es etliche Besucher. Insgesamt habe sich der Ansturm nicht mehr so auf Winterberg konzentriert, sondern auf viele Orte verteilt. In Winterberg und Umgebung stellte die Polizei am Sonntag 23 Verstöße gegen die Corona-Regeln fest.

In der Nordhelle, dem höchsten Berg im Märkischen Kreis, musste die Polizei eine verstopfte Zufahrtstraße sperren. Viele Ortschaften mit schneebedeckten Hügeln und Winterlandschaft seien mehr als ausgelastet gewesen, sagte ein Polizeisprecher. "Nach dem Chaos in Winterberg hatten wohl viele die Idee, zu uns zu kommen." Mancherorts hätten die Leute auch Absperrungen an Parkplätzen einfach ignoriert.

Bürgermeister von Remscheid bat um Rücksicht

Ein stärkerer Andrang war am Samstag aus Remscheid im Bergischen Land gemeldet worden. Der Bürgermeister der Stadt hatte erklärt, die Hänge rund um die Stadt seien völlig überlaufen und an die Menschen appelliert, nicht mehr anzureisen.

Auch am Sonntag war in den Schneegebiete in und um Remscheid viel los. Wie die Polizei dem WDR mitteilte, beobachteten Beamte regen Autoverkehr – vor allem Pkw mit Kennzeichen aus dem Ruhrgebiet. Viele Familien von dort fuhren Richtung Bergisches Land, weil das die nächst höhere Region mit Schnee sei.