Götz George: Eine Ausnahmekarriere in Bildern

Die Rolle des schnoddrigen Ruhrpott-Kommissars Horst Schimanski machte Götz George in Deutschland endgültig zum Star. Doch George war weitaus mehr als Schimmi. Er und seine Filmrollen bleiben bis heute unvergessen. Am 19.06.2026 jährt sich sein Todestag zum zehnten Mal.

Die Collage zeigt den Schauspieler Heinrich George (l, undatierte sw-Aufnahme) und seinen Sohn Götz George (Archivfoto vom 26.03.1998

Götz George stammt aus einer Schauspielerfamilie. Der Vater Heinrich ist in der Weimarer Republik ein bekannter Darsteller und spielt auch in Propaganda-Filmen der Nazis mit. Trotzdem würdigt der Sohn das Talent seines Vaters. 1946 stirbt Heinrich George in russischer Haft. Im Film "George" spielt Götz seinen Vater Heinrich.

Götz George stammt aus einer Schauspielerfamilie. Der Vater Heinrich ist in der Weimarer Republik ein bekannter Darsteller und spielt auch in Propaganda-Filmen der Nazis mit. Trotzdem würdigt der Sohn das Talent seines Vaters. 1946 stirbt Heinrich George in russischer Haft. Im Film "George" spielt Götz seinen Vater Heinrich.

Götz Georges Mutter Berta Drews absolviert eine Schauspielausbildung beim berühmten Regisseur und Schauspiellehrer Max Reinhardt. Sie wird eine bekannte Theater- und Filmschauspielerin, die unter anderem an der Seite von Heinz Rühmann im Film "Es geschah am hellichten Tag" zu sehen ist. 1978 stirbt Georges Mutter mit 85 Jahren nach längerer Krankheit.

Schon mit elf Jahren bekommt Götz seine erste Rolle im Berliner Hebbeltheater. Um die Schauspielkunst zu erlernen, arbeitet George auf den Ratschlag seiner Mutter mehrere Jahre an einem Provinztheater in Göttingen. Georges Karriere gewinnt schnell an Fahrt: Bereits 1960 erhält er als bester Nachwuchsschauspieler den Deutschen Filmpreis.

Mit Mitte zwanzig steht George für die Karl-May-Verfilmungen "Der Schatz im Silbersee", "Unter Geiern" und "Winnetou und das Halbblut Apanatschi" vor der Kamera. Er selbst hat diese Filmrollen nie als herausragend betrachtet. Für Karl-May-Fans bleibt er trotzdem als Fred Engel, Martin Baumann und Jeff unvergesslich.

Mit der Rolle des Auschwitz-Kommandanten Franz Lang in dem Film "Aus einem deutschen Leben" kann sich George (r.) als Charakterdarsteller etablieren.

Die Rolle des aufmüpfigen und etwas prolligen Tatort-Kommissars Schimanski macht George in Deutschland endgültig zum Star.

"Du Idiot, hör auf mit der Scheiße" – das sind die ersten Worte von George in seiner Rolle als Tatort-Kommissar Horst Schimanski 1981. Sie sind gemeinsam mit der berühmten Schimanski-Jacke im Essener Ruhrmuseum zu sehen. Die Jacke hat Götz George selbst entworfen.

Den Dienstausweis gibt Schimmi 1991 ab – allerdings kehrt er schon nach sechs Jahren zurück. Diesmal mischt er als pensionierter Ermittler die Duisburger Polizei auf.

Nicht nur in der kurzen "Schimmi"-Pause wirkt George in vielen erfolgreichen Spielfilmen mit – unter anderem als schmieriger Reporter in der Erfolgskomödie "Schtonk" (1992) über die gefälschten Hitler-Tagebücher, die der "Stern" 1983 veröffentlichte.

Für seine Darstellung des Serienmörders Fritz Haarmann im Film "Der Totmacher" wurde George als bester Darsteller mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet und auch bei den Filmfestspielen in Venedig nominiert.

Bis zu seinem Tod lebt er mit seiner langjährigen Lebenspartnerin Marika Ulrich, die er 2014 heiratet, auf Sardinien. Rückblickend sagt George über seine vielen Rollen: "Es ist eine für deutsche Karrieren sehr ungewöhnliche Laufbahn."

Und eine, die ungewöhnliche Ehren mit sich bringt: Im Frühjahr 2014 gibt die Stadt Duisburg grünes Licht für eine "Horst-Schimanski-Gasse", an deren Eingang seit 2022 auch eine Bronze-Büste an den Tatort-Kommissar erinnert.

Stand: 19.06.2026, 00:00 Uhr