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"Mayflower", Stahlstich nach Gemälde, um 1850

ZeitZeichen 15.08.1620 - "Mayflower" segelt Richtung Amerika

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Viel gemeinsam haben sie nicht, George W. Bush, Clint Eastwood, Marilyn Monroe, Orson Welles und Playboy-Herausgeber Hugh Hefner. Doch es gibt eine Verbindungslinie zwischen ihnen, eine sehr lange Linie. Sie alle können ihre Vorfahren bis zu den Pilgervätern zurückverfolgen, bis zu jenen 102 Passagieren, die mit der legendären "Mayflower" nach Amerika kamen - und die die Strapazen überlebten.

Von Martin Herzog

Am 15. August 1620 nimmt die schicksalhafte Reise ihren Anfang. An diesem Tag legen zwei Schiffe vom südenglischen Hafen Southampton ab: die "Mayflower" und die weniger bekannte "Speedwell". Ungünstige Winde, Wasserlecks und andere Widrigkeiten zwingen die beiden umgebauten Handelsschiffe mehrfach zur Umkehr, bis die "Speedwell" die Überfahrt ganz abbrechen muss und zurückkehrt.

Nach 65 Tagen auf hoher See erreicht die "Mayflower" die Küste von Neu-England - weit weg von ihrem eigentlichen Ziel Virginia. Im ersten Winter stirbt jeder zweite der frommen Siedler, und nur mit Hilfe der Ureinwohner überlebt der Rest die ersten Monate.

Der Thanksgiving-Tag erinnert bis heute daran, und der wird von allen US-Amerikanern gefeiert, gleich, ob Nachkomme der Pilgerväter oder nicht. Das Ende der katastrophalen Reise markiert den Beginn des amerikanischen Gründungsmythos.       

Redaktion: Michael Rüger

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