Haus Le Corbusier in Stuttgart mit dem Weihenhofmuseum

ZeitZeichen 27.08.1965 - Todestag des Architekten Le Corbusier

Stand:

Messianischer Weltbaumeister, Lichtgestalt der Moderne, Großmeister der Architektur, solche Bezeichnungen machen klar, wie wichtig Charles Édouard Jeanneret-Gris, der sich selbst Le Corbusier nannte, für die Architektur des 20. Jahrhunderts war. Aber es gab und gibt auch Kritiker, die ihn Faschist des rechten Winkels nennen, ihn größenwahnsinnig heißen und seine kühlen Betonkonstruktionen als unmenschlich verdammen.

Von Jörg Biesler

Kein zweiter Architekt hat so entzweit, was sicher auch daran liegt, dass es keinen gibt, der es an Bedeutung und öffentlicher Wirkung mit ihm aufnehmen konnte. Er baute auf der ganzen Welt, Städte, Kathedralen, Wohnhäuser, die sinnbildlich waren für die nach dem Zweiten Weltkrieg durchgreifend veränderte Welt.

Eine klare Formensprache für klar denkende, rationale Menschen mit Sinn für Schönheit. Hochhäuser auf Stützen, die Freiflächen boten für das Spiel der Kinder, funktionale Küchen, die die Hausarbeit erleichterten, Straßen, die gerade Verbindungen und damit kurze Wege boten.

Das Haus sollte eine Maschine sein, eine Glücksmaschine, die dem Menschen unnötige Arbeit erspart und ihn mit all dem umgibt, dessen er bedarf. Aber eben nicht mit mehr!

Redaktion: Hildegard Schulte

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