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Karl Raimund Popper, Philosoph (Aufnahme von 1981)

Im Jahr 1945: Karl Poppers "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde"

Karl Popper flieht vor den Nazis und analysiert totalitären Terror. In "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde" plädiert er 1945 für Demokratie - und gegen Heilslehren.

Warum Revolutionen scheitern: Poppers Warnung vor der Utopie

WDR Zeitzeichen 23.07.2025 14:43 Min. Verfügbar bis 24.07.2099 WDR 5


In diesem Zeitzeichen erzählt Marfa Heimbach:
  • aus welchem Elternhaus Karl Popper stammt,
  • nach welchem Erlebnis der jugendliche Karl aus der Kommunistischen Partei austritt,
  • wie er als bekannter Philosoph den Nazis entgeht,
  • was Platon, Hegel und Marx nach Poppers Meinung mit Hitler und Stalin zu tun haben,
  • warum Popper die britische Königin Elisabeth II. trifft.

Karl Popper ist einer der bedeutendsten Denker des 20. Jahrhunderts. "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde" ist sein berühmtestes Werk. Es umfasst 1.000 Seiten und wird in 23 Sprachen übersetzt. Darin fragt er: "Wie kann eine Gesellschaft dauerhaft offenbleiben: für Kritik, Reform und individuelle Freiheit, um so der totalitären, geschlossenen Gesellschaft entgegenzuwirken?"

Seine Antwort: Das utopische Denken vom idealen Staat müsse vermieden werden. Genau dieses Denken habe zu totalitären, mörderischen Ideologien des frühen 20. Jahrhunderts geführt. Popper propagiert friedfertige Reformen, keine gewaltsamen Revolutionen. Er sagt: "Wir haben die Wahrheit nicht in der Tasche." In die Wissenschaftstheorie geht seine Position als "Kritischer Rationalismus" ein.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Professor Hans-Peter Müller (Soziologe, Humboldt-Universität Berlin)
  • Professor Volker Gerhardt (Philosoph, Humboldt-Universität Berlin)
  • Karl Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde. Tübingen 2003
  • Robert Zimmer, Martin Morgenstern: Karl R. Popper. Tübingen 2015
  • Jürgen August Alt: Karl R. Popper. Frankfurt 2001

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Marfa Heimbach
Redaktion: Carolin Rückl und Sefa Inci Suvak
Technik: Nicolas Dohle

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