Die Schweizer Philosophin und Autorin Jeanne Hersch

13.07.1910: Geburtstag der Schweizer Philosophin Jeanne Hersch

Geprägt vom Faschismus versteht sich Hersch als Denkerin mit gesellschaftlicher Verpflichtung. Die erste ordentliche Schweizer Philosophieprofessorin lehrt Denken in Freiheit und Verantwortung.

Botschafterin der Schweizer Philosophie: Jeanne Hersch

WDR Zeitzeichen 13.07.2025 15:27 Min. Verfügbar bis 13.07.2026 WDR 5


In diesem Zeitzeichen erzählt Irene Dänzer-Vanotti:

  • was Grünen-Politiker Winfried Kretschmann mit Jeanne Hersch verbindet,
  • von Herschs Kindheit und ihren ersten philosophischen Gedanken,
  • von Herschs Reisen bis an den Königshof von Thailand,
  • welche Rolle sie bei der UNESCO übernimmt,
  • wie sehr Hersch ihre Kinderlosigkeit zu schaffen macht.

Jeanne Hersch wird am 13. Juli 1910 in Genf geboren. Doch es sind zwei Deutsche, die ihr Leben maßgeblich prägen: der Philosophie-Professor Karl Jaspers, dessen Existenzphilosophie Hersch auf Anhieb fasziniert, und Martin Heidegger, ebenfalls Philosoph und 1933 von der NS-Regierung zum Rektor der Universität Freiburg ernannt.

Hersch wird Zeugin, wie eine Menschenmenge vor Heidegger Nazi-Größen huldigt. Dieses Erlebnis macht sie zur Philosophin der Freiheit, der Gerechtigkeit und der Menschenrechte und zur engagierten Bürgerin. Sie wird schon als junge Frau Sozialdemokratin und mischt sich mit Petitionen immer wieder in Entscheidungen des Staates ein.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

  • Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg
  • Monika Weber, Schweizer Politikerin und Vorsitzende der Jeanne-Hersch-Gesellschaft
  • Daniel Brühlmeier, Politikberater und Vorstand der Jeanne-Hersch-Gesellschaft
  • Gabrielle und Alfred Dufour: Schwierige Freiheit. Gespräche mit Jeanne Hersch. München 1990

Weiterführende Links:


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Der Nationalsozialismus stellt die Idee der Aufklärung in Frage und stürzt den Philosophen Theodor W. Adorno in tiefe Zweifel. Wolfram Eilenberger spricht mit Jürgen Wiebicke über Adornos Analysen und was sie für die Gegenwart bedeuten.

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Irene Dänzer-Vanotti
Redaktion: Carolin Rückl und Matti Hesse
Technik: Sascha Schiemann

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