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Tana Schanzara

ZeitZeichen 19.12.2008 - Todestag der Schauspielerin Tana Schanzara

Stand:

Eigentlich hieß sie Konstanze, „wegen Mozarts Frau“, und mit Nachnamen Schwanzara. Ihre Eltern, beide Opernsänger, kamen vom Bodensee, geboren wurde die Tochter in Kiel.

Von Christiane Kopka

Doch wer den Namen Tana Schanzara hört, denkt an das Ruhrgebiet, das sie wie kaum eine andere verkörpert hat: Sie war die "Perle vom Pott", die "Duse von der Emscher". Auf der Leinwand sah man sie meist in Kittelschürze unterm Förderturm, und mit ihrem Song "Vatter, aufstehn!" brachte sie den Ruhrpott-Slang in die Charts.

Als junge Schauspielerin kam Tana Schanzara 1956 ans Schauspielhaus Bochum, wo sie bis kurz vor ihrem Tod über 50 Jahre lang blieb - und immerhin sieben Intendanten überstand. Peter Zadek nannte sie eine der wenigen großen Volksschauspielerinnen, und Claus Peymann soll immer wieder versucht haben, sie ans Wiener Burgtheater zu locken. Ein einziges Mal gab Tana Schanzara dort ein Gastspiel:

Für ihre Rolle in Turrinis "Tod und Teufel" wurde sie nicht nur vom Publikum enthusiastisch gefeiert, sondern auch zur "Schauspielerin des Jahres" gewählt. Ihr schlichtes Motto: "Was man kriegt, soll man gut machen, das reicht."

Redaktion: Hildegard Schulte

Die Sendung zum Nachhören und Download

WDR Zeitzeichen 19.12.2013 14:32 Min. Verfügbar bis 17.12.2053 WDR 5


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