Das österreichische Thronfolgerpaar wenige Augenblicke vor dem tödlichen Attentat

ZeitZeichen 28.06.1914 - Ermordung des österreichischen Thronfolgers

Stand:

Das Grundproblem der Europäischen Politik im Sommer 1914 war, dass alle Großmächte auf Dauer mit Krieg rechneten. Es brauchte nur noch einen Auslöser - es war das Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand.

Von Heiner Wember

Kriege hatte es immer gegeben; es schien fast wie ein Naturgesetz, dass es auf kurz oder lang wieder einen Waffengang geben würde. Aber wer gegen wen - und vor allem wann? Das Attentat von Sarajewo setzte das in Gang, was längst in den Köpfen der Militärs vorgedacht war.

Der deutsche Generalstab wollte möglichst schnell einen Krieg. Erst Frankreich besiegen und dann Russland, das Konzept ergab nur solange einen Sinn, wie Russland sein Schienennetz noch nicht ausgebaut hatte und von daher lange Zeit für die Mobilisierung der Truppen brauchte. Frankreich wollte Revanche, Großbritannien ein übermächtiges Deutsches Reich verhindern, Russland auch von innenpolitischen Problemen ablenken.

Die Großmächte schaukelten sich auf. Und niemand rechnete mit dem, was kommen würde: einem unvorstellbaren Materialkrieg mit am Ende fast zehn Millionen Toten.

Redaktion: Ronald Feisel

Die Sendung zum Nachhören und Download

WDR Zeitzeichen 28.06.2014 14:43 Min. Verfügbar bis 25.06.2054 WDR 5


Download

Aktueller Beitrag

23.06.2016: Die Briten stimmen im Referendum für den "Brexit"

Am 23. Juni 2016 entscheidet sich Großbritannien für den Brexit: ein Referendum, das das Land spaltet und ganz Europa nachhaltig verändert.  |  mehr

Mai 2026
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31