Bilderbuch "Die drei frohen Gesellen mit der Laterna magica" mit Hermännche zur Sendereihe "Der frohe Samstagnachmittag", Text: Theo Rausch, Illustration: Hans Füsser

ZeitZeichen 24.11.1934 - Sendebeginn "Der frohe Samstagnachmittag"

Stand:

Die Nationalsozialisten entdecken schon früh das Radio als effektives Propagandainstrument. Zunächst lässt Propagandaminister Joseph Goebbels endlose politische Reden senden. Die Hörer beklagen sich aber bald darüber, dass ihnen das Programm "auf die Nerven" gehe.

Von Martina Meissner

Goebbels reagiert und ordnet nun als Lockmittel organisierte Unterhaltung an, während die eigentliche Propaganda nebenbei ins Programm gestreut wird. Zu einem der ersten Straßenfeger entwickelt sich dabei die Sendung "Der frohe Samstagnachmittag", die 1934 startet.

Der Reichssender Köln sendet live  aus verschiedenen Städten eine Mischung aus gespielten Witzen, Operetten, Schlagern und Volksliedern. Die "Drei frohen Gesellen", die durch die Sendung führen, werden zu Publikumslieblingen und die Sendeorte zu Publikumsmagneten. So sollen etwa 12 000 Besucher nach Dortmund gekommen sein, um dort die Live-Aufzeichnung des "frohen Samstagnachmittags" zu sehen.

Redaktion: Ronald Feisel

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