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Menschen erreichten ein Kreuz zum Gedenken an Peter Fechter

ZeitZeichen 17.08.1962 - Fluchtversuch von Peter Fechter

Stand:

Es war ein öffentliches Sterben, ein fast einstündiger Todeskampf mitten in Berlin. Mehr als 30 Schuss feuern DDR-Grenzer auf den flüchtenden Maurerlehrling Peter Fechter. Dann überlassen sie ihn seinem Schicksal: Erst 55 Minuten später tragen sie ihn hinaus aus dem Grenzgebiet. Wenig später ist er tot.

Von Kerstin Hilt

Am Fall Peter Fechter wird das Mauerunrecht greifbar wie selten. Besonders die West-Berliner sind empört: über die Kaltblütigkeit der DDR-Grenzer, aber auch über die US-Alliierten. Die sind zwar in unmittelbarer Nähe stationiert, am Checkpoint Charlie - greifen aber auf Order von ganz oben nicht ein. Mitten im Kalten Krieg will man den Konflikt mit der Sowjetunion nicht eskalieren lassen.

Der DDR wiederum dient der Fluchtversuch dazu, die Grenze noch undurchdringlicher zu machen. Und sie terrorisieren Fechters Familie: Über die Hintergründe seines Todes dürfen sie nicht sprechen, seine Schwester verliert ihren Job.

Nach dem Mauerfall werden die Schützen von damals vor Gericht gestellt. Doch aus wessen Gewehrlauf die tödliche Kugel letztlich stammte, kann nie geklärt werden. Die beteiligten Grenzer erhalten lediglich Bewährungsstrafen.                                              

Redaktion: Ronald Feisel

Peter Fechter verblutet an der Berliner Mauer (am 17.08.1962)

WDR Zeitzeichen 17.08.2017 14:55 Min. Verfügbar bis 15.08.2027 WDR 5


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