Brennende Ölplattform "Deepwater Horizon" am 21.04.2010

ZeitZeichen 20.04.2015 - Ölplattform Deepwater Horizon explodiert

Stand:

Das Bohrteam auf der Ölplattform "Deepwater Horizon" ist im Verzug. Am 20. April 2010 ist es endlich fertig: Es hat im Auftrag des Ölkonzerns BP die Macondo-Ölquelle im Golf von Mexiko angebohrt. Doch die Bohrloch-Konstruktion hält nicht. Aus dem Meergrund schießen Öl und Gas auf die Plattform. Bei Explosionen sterben elf Arbeiter, die Plattform versinkt im Meer.

Von Anne Preger

Es folgt eine der größten Umweltkatastrophen der Geschichte. BP kämpft darum, das Ölleck zu verschließen und darum, das Öl "unsichtbar" zu machen. Der Ölkonzern versucht, die auslaufende Ölmenge klein zu rechnen, und setzt große Mengen Lösungsmittel ein, damit das Öl nicht an den Küsten sichtbar wird. Umweltforscher setzen alles daran herauszufinden, wo das Öl ist und welche Schäden es im Meer anrichtet.

Erst nach drei Monaten schaffen es Ingenieure, das Bohrleck in der Tiefsee zu schließen. In der Zwischenzeit sind nach Schätzung der US-Regierung knapp 800 Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko geflossen. Bis heute finden sich Reste des Öls im Golf.

Die Katastrophe beschäftigt noch immer Fischer, Golfanwohner, Umweltforscher - und Gerichte, die den Schadenersatz klären.

Redaktion: Ronald Feisel

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