Matteo Ricci

ZeitZeichen 06.10.1552 - Geburtstag des ital. Jesuiten Matteo Ricci

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In China nannte er sich „Li Madou“. Genauso selbstverständlich lernte der Italiener fließend Chinesisch. Er kleidete sich wie ein buddhistischer Mönch – und war doch ein christlicher Missionar.

Von Andrea Kath

Als der Jesuit Matteo Ricci Ende des 16. Jahrhunderts vom Papst zum Missionieren nach China geschickt wurde, war das Reich der Mitte weitgehend noch „terra incognita". Der chinesische Ming-Kaiser schottete das Land so gut es ging gegen alles ab, was von außen kam.

Als einem der ersten Europäer gelang es Matteo Ricci mit seiner Anpassungsstrategie, das Vertrauen des chinesischen Kaisers zu gewinnen. Er wurde schließlich als Mathematiker und Astronom, als Kartograph und Übersetzer in Peking hoch geschätzt.

Nur die von ihm begründete China-Mission war am Ende ein nur mäßiger Erfolg: Als der Jesuit im Mai 1610 starb, brachte es der Jesuitenorden in China auf gerade einmal vier Missionsstationen und eine Gemeinde mit knapp zweieinhalb Tausend Mitgliedern.

Redaktion: Ronald Feisel

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