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Madrider Hutaufstand, Lithographie

ZeitZeichen 23.03.1766 - Der Madrider Hutaufstand

Stand:

Es war kein Aufstand der Hüte, sondern ein Aufstand wegen der Hüte. Genauer: Es ging um das Tragen von großen, breitkrempigen "sombreros redondos", wie die Spanier sagen.

Von Maren Gottschalk

Genau diese Hüte sollten die Spanier nicht mehr tragen dürfen und auch nicht ihre geliebten langen Mäntel, die "capas largas". Stattdessen sollten sie sich Dreispitze und kurze Mäntel zulegen - wie die Franzosen.

Diese Anordnung kam von oberster Stelle, vom Marqués de Esquilache, dem einflussreichsten Minister unter Karl III. Die neue Kleiderordnung gehörte zur Reformpolitik des Königs, der sein Land modernisieren und ihm den Anschluss an den Rest von Europa verschaffen wollte.

Doch das Verbot von Hut und Mantel brachte die Spanier so sehr auf, dass sich 50.000 von ihnen zu einem Aufstand in Madrid zusammen fanden. König Karl III. floh aus der Stadt und sein Minister Esquilache wurde entlassen.

Redaktion: Ronald Feisel

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