Léo Delibes, zeitgenössisches Porträt

ZeitZeichen 16.01.1891 - Todestag des Komponisten Léo Delibes

Stand:

Glück gehabt! "Hätte ich diese Musik gekannt, hätte ich Schwanensee nie geschrieben..." - das soll Peter Tschaikowsky über das Ballett "Sylvia ou La nymphe de Diane" von Léo Delibes gesagt haben. Es wäre doch schade gewesen für die Ballettwelt, gäbe es "Schwanensee" nicht.

Von Claudia Belemann

Genauso wie es schade ist für das deutsche Publikum, dass große Werke von Léo Delibes nur noch selten auf den deutschsprachigen Spielplänen zu finden sind: die Oper "Lakmé" z.B. mit dem legendären Blumenduett, ein Zauberstück für Koloratursopranistinnen. Immerhin haben Film und Werbung dieses Brillierstück für sich entdeckt.

Und Léo Delibes "Coppelia" zählt zum Standardrepertoire des Balletts. Schon allein deshalb, weil der Franzose hier eines der ersten Handlungsballette vorlegte und weil er eine verführerische Puppe schuf, die es mit Jacques Offenbachs Olympia bequem aufnehmen kann.

Der Postbeamtensohn Léo Delibes mischte fleißig mit im Musikbetrieb von Paris in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die Stadt an der Seine das Vergnügungszentrum Europas war.

Redaktion: Hildegard Schulte

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