Titelblatt des Kursbuches von 1965

10.06.1965 - "Kursbuch" erscheint zum ersten Mal

Stand:

Zorn über den Vietnamkrieg, Angst vor atomarer Aufrüstung, Abrechnung mit der Vätergeneration - Mitte der 60er Jahre gärte es in Deutschland. Da erschien am 10. Juni 1965 zum ersten Mal "Kursbuch", die Zeitschrift, die diese Proteste intellektuell und politisch zu bündeln und weiterzutreiben versuchte.

Von Jutta Duhm-Heitzmann

Herausgeber war Hans-Magnus Enzensberger, ein brillanter Feuerkopf, unterstützt von Karl Markus Michel. "Kursbücher schreiben keine Richtungen vor. Sie geben Verbindungen an" hieß es programmatisch im ersten Heft.

Das Blatt schaute weit über den deutschen Tellerrand hinaus, verstand sich als Teil der internationalen literarischen und gesellschaftskritischen Diskussion. Sein Einfluss war groß, bis er im Laufe der Jahre zusammen mit den großen politischen Bewegungen allmählich versandete - selbst wenn das "Kursbuch" auch heute noch erscheint.   

Redaktion: Michael Rüger

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