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Frauen passieren die Wache an der St.-Barbara-Kaserne in Dülmen

ZeitZeichen 02.01.2001 - Frauen in der Bundeswehr-Kampfeinheit

Stand:

Soldatinnen steuern Euro-Fighter und U-Boote. Sie robben durchs Unterholz, kontrollieren den Luftraum, schießen mit Maschinengewehren. In den Kampfeinheiten der Bundeswehr repräsentieren 19 000 Frauen das Gewaltmonopol des Staates, gemeinsam mit 160 000 männlichen Kameraden.

Von Claudia Friedrich

Im Januar 2001 geriet der bundesdeutsche Heereskörper in schwere Turbulenzen. Die ersten Rekrutinnen griffen zur Waffe, und nicht, wie gewohnt, zu den Instrumenten der Musikkapelle oder Medizin. Nach 50 Jahren entstand eine neue Front, den Männern begegneten Frauen auf Augenhöhe.

Sofort gingen die Herren in Abwehrhaltung. Frauen seien schwächer, hieß es. Sie weckten männliche Beschützerinstinkte und lenkten vom eigentlichen Kampfherd ab. Doch die Argumente entpuppten sich als Mythen.

Heute dienen zehn Prozent Frauen an der Waffe. Sie stehen ihren Kameraden in nichts nach, außer in den Führungspositionen. Die Gleichberechtigung ist eine der Schlachten, die die Soldatinnen zu schlagen haben.

Redaktion: Hildegard Schulte

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