Ausstellung zu 100 Jahre Leica

ZeitZeichen 23.08.1995 - Todestag von Alfred Eisenstaedt

Stand:

Thomas Mann macht ihn berühmt, sein "Kuss" geht um die Welt: Der Fotograf Alfred Eisenstaedt ist das "Auge des Jahrhunderts" und einer der Pioniere des modernen Bildjournalismus. 1929 macht Alfred Eisenstaedt seine erste große Reportage für die spätere Associated Press. Thomas Mann bei der Verleihung des Literaturnobelpreises in Stockholm. Diese Bilder machen ihn weltberühmt.

Von Andrea Kath

Der Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie, 1898 in Dirschau im heutigen Polen geboren, wird schnell zu einem der bedeutendsten Bildjournalisten seiner Zeit. Das hasserfüllte Gesicht von Joseph Goebbels 1933, der folgenschwere Handschlag zwischen Hitler und Mussolini ein Jahr später. Marlene Dietrich als "Blauer Engel". "Eisie", wie seine Freunde ihn nennen, wird zum Chronisten der Weimarer Republik.

1935 emigriert Alfred Eisenstaedt in die USA und macht auch dort sofort Karriere. Er wird einer der Starfotografen des neugegründeten Magazins "Life". Eisenstaedt macht das berühmte "Kuss-Foto" am 15. August 1945 am New Yorker Times Square, als sich während der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs ein Matrose eine Krankenschwester schnappt und stürmisch küsst.

Das Foto ist heute eines der meistreproduzierten der Welt. "Manche Leute erzählen mir", schrieb er einmal, "dass sie sich an dieses Bild noch erinnern werden, wenn ich schon längst im Himmel bin."

Redaktion: Michael Rüger

Alfred Eisenstaedt, Fotoreporter (Todestag 23.08.1995)

WDR Zeitzeichen 23.08.2020 14:50 Min. Verfügbar bis 24.08.2090 WDR 5


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